Auf Abschiedstour

Vroni Ettstaller blickt auf zwei Jahre Amtszeit als bayerische Bierkönigin zurück

Veronika Ettstaller
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Im Mai endet die außergewöhnlich lange Amtszeit der bayerischen Bierkönigin Vroni Ettstaller aus Gmund.

Gmund – Doppelt so lange wie geplant, war Vroni Ettstaller aus Gmund bayerische Bierkönigin. Vor allem Corona hat alles durcheinander gebracht.

Für Vroni Ettstaller geht eine lange Amtszeit als bayerische Bierkönigin zu Ende. Üblicherweise hätte die 2019 gewählte Gmunderin schon im vergangenen Jahr das Zepter weitergegeben. Corona-bedingt kam es jedoch anders: Die heute 23-Jährige verlängerte auf Bitte des Brauerbundes ihre Regentschaft. Nun steht der Abschied aber endgültig bevor.

„Jetzt geht es mir an die Krone“, sagt Ettstaller und merkt an, dass sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge in knapp zwei Monaten den Thron verlasse. „Ich freue mich natürlich, dass es weitergeht und wieder eine neue Bierkönigin gewählt wird. Allerdings stimmt es mich ein wenig traurig, dass ich mich situationsbedingt nicht so verabschieden kann, wie ich es gerne möchte“, bekennt die amtierende Majestät mit Blick auf die Pandemie.

An die 280 Termine als Bierkönigin

Zudem bedauert Ettstaller, dass auch Neuwahl und Amtsübergabe nicht in gewohnter Weise vonstatten gehen können. „Die Veranstaltung im Hofbräuhaus wird am 20. Mai online übertragen. Es wird eher eine kleine Feier.“

Auf die Königinnenzeit zurückblickend, habe sie ab Mai 2019 an die 280 Termine im In- und Ausland wahrgenommen, erzählt Ettstaller und fährt fort: „Dann wurde ich durch den ersten Lockdown ausgebremst. Seither fanden nur noch 40 Termine statt. Auch die geplante Indien- und Texasreise fiel Corona zum Opfer.“

Gerade das vergangene Jahr sei sehr anstrengend und mit etlichen Herausforderungen verbunden gewesen. „Trotzdem war meine Amtszeit eine riesige Bereicherung für mich. Ich habe vieles erlebt, durfte die bayerische Kultur in die Welt hinaustragen, wurde stets mit großer Herzlichkeit empfangen. Es war schlichtweg einmalig“, zieht die charismatische junge Frau Bilanz.

Studium in Weihenstephan

Ihr Dank gilt allen, die sie auf dem Weg zur Bierkönigin und während ihrer Regentschaft begleitet und unterstützt haben. „Ein herzliches Vergelt‘s Gott“, sagt Ettstaller und verkündet, dass sie im April durch Bayern touren wolle, um sich bei den Brauereien zu verabschieden. „Ich werde dafür die Zeit zwischen Vorlesungen und Praktika nutzen.“

Denn die Gmunderin büffelt in Weihenstephan für ihr Studium zu Brauwesen und Getränketechnologie. „Dazu gekommen bin ich erst durch das Amt als Bierkönigin. Ich befinde mich jetzt im vierten Semester und werde mich künftig voll und ganz auf mein weiteres Studium konzentrieren“, meint Ettstaller abschließend. rei

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