Neue Pläne

Großbaustelle „Quartier Tegernsee“ erneut Thema im Stadtrat

Ein Bild aus früheren Tagen, als das ehemalige Krankenhausareal in Tegernsee noch brach lag. Ein Pavillon des Bauherren Planquadrat informierte über das Projekt, das mittlerweile voll im Gange ist.
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Ein Bild aus früheren Tagen, als das ehemalige Krankenhausareal in Tegernsee noch brach lag. Ein Pavillon des Bauherren Planquadrat informierte über das Projekt, das mittlerweile voll im Gange ist.

Tegernsee – Das Mammutprojekt "Quartier Tegernsee" macht sichtbare Fortschritte. Im Stadtrat ist jüngst erneut über das Hoteldach diskutiert worden, wo eine Sky-Bar eröffnen soll.

Die Großbaustelle zwischen Bahnhof- und Hochfeldstraße in Tegernsee kommt gut voran. Gucklöcher am bemalten Bauzaun zeigen den Fortschritt. Ein Teilprojekt für das Quartier Tegernsee des Bauherren Planquadrat, der bereits die Tegernsee-Villen in Bad Wiessee realisiert hat, ist jüngst im Stadtrat Thema gewesen.

Seit Herbst 2017 wird das ehemalige Krankenhausareal nahe der Feuerwehr, das zuvor fast 20 Jahre leer gestanden hat, grundlegend umgestaltet. Drei Mehrfamilienhäuser mit 85 Eigentumswohnungen zwischen 50 und 120 Quadratmetern sollen dort entstehen. 21 der Wohnungen wurden im sogenannten Tegernseer Modell zu günstigen Konditionen für rund 3.600 Euro pro Quadratmeter an Einheimische verkauft. Die Nachfrage war entsprechend hoch. Hinzu kommt ein Vier-Sterne-Hotel in ungewöhnlicher Bohnenform mit fünf Vollgeschossen und 121 Zimmern. Und genau dieses Hotel – insbesondere dessen Dach – ist vor Kurzem Thema im Stadtrat gewesen.

Denn hoch oben auf dem Hoteldach soll eine „Sky-Bar“ entstehen. Doch anders als geplant, müssen neben dieser auch Lüftungsanlagen unter anderem für die Wäscherei auf dem Dach installiert werden. In den Untergeschossen ist dies nun doch nicht möglich. Bereits im Mai 2017 ist das schon einmal Thema im Stadtrat gewesen. Die Nutzung der Dachfläche als öffentliches Café mit Seeblick wurde damals überwiegend begrüßt.

Im Juni diesen Jahres wurde nun der neue Plan bei der Stadt eingereicht. „Begründet wird dies damit, dass die Norm für die Berechnung der Küchenlüftungsanlage sich seit der Einreichung verschärft habe und dadurch das Abluftgerät vergrößert werden musste“, erläuterte Bauamtsleiterin Bettina Koch. Dadurch sei ein Aufbau innerhalb des Gebäudes nicht mehr möglich. Die Lüftungsanlage soll auf der Nordseite des Cafés errichtet, deren Eindeckung begrünt und die Seiten mit begrünten Anfüllungen oder Spalieren eingefasst werden. Die Anlage nimmt eine Fläche von etwa vier mal acht Metern ein.

Zudem wurde beantragt, auf der Nordseite des Hotels für die Vorbereitungsküche im Untergeschoss einen Lichtgraben herzustellen. Dieser soll bei einer Böschungsneigung von 60 Grad knapp elf Meter lang und bis zu vier Meter tief werden. „Gemäß den Ausführungen des Architekten resultiert der Lichtgraben aus den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung“, erklärte Bettina Koch. „Für die geplante Vorbereitungsküche wird natürliches Licht benötigt.“ Im Erdgeschoss sei jedoch nicht genügend Fläche für die Küche vorhanden. Als Sichtschutz sei eine Bepflanzung geplant.

Diskussionsbedarf hatten die anwesenden Stadträte zu beiden Projekten keinen. Stattdessen stimmten sie ohne Vorbehalte einhellig sowohl den neu geplanten Dachaufbauten als auch der Böschung zu. Läuft alles weiter nach Plan, sollen die Wohnhäuser bis Ende 2021 fertiggestellt werden. Im Hotel werden dann voraussichtlich ab 2022 Gäste empfangen werden können. ksl

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