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Nach Großeinsatz am Gymnasium Miesbach: Gutachten wegen Atemnot liegt vor

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Von: Fridolin Thanner

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Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei an der Sporthalle des Miesbacher Gymnasium
Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war an der Sporthalle des Miesbacher Gymnasiums im Einsatz. © Thanner

Miesbach – Ein Großaufgebot an Einsatzkräften eilte Mitte Januar zum Gymnasium in Miesbach. Mehrere Schülerinnen hatten über Atemnot geklagt. Nun liegt ein Gutachten vor.

Update, 7. Februar, 15.10 Uhr: Ergebnis des Gutachtens

Polizei, Feuerwehren, Rettungsdienst – Mitte Januar war ein Großaufgebot am Gymnasium Miesbach im Einsatz. Mehrere Kinder mussten medizinisch versorgt werden. Die Ursache war unklar. Nun liegt der Abschlussbericht vor. Die einzige Erkenntnis: Im Gebäude gibt es keine Probleme.

Zunächst hatten sechs Schülerinnen aus zwei fünften Klassen in den Umkleidekabinen der Turnhalle plötzlich über Übelkeit und starken Reizhusten geklagt. Kurz darauf bekamen weitere Kinder ähnlich starke Symptome. Der Rettungsdienst wurde verständigt und zahlreiche Einsatzkräfte eilten zu der Schule. Die aus der Turnhalle evakuierten Schüler wurden von Notärzten und Sanitätern versorgt. Sechs kamen zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.

Die Feuerwehren aus Miesbach, Hausham und Tegernsee, die über spezielle Gefahrgutmessgeräte verfügen, konnten nichts feststellen. Auch die Überprüfung der Halle durch den Gefahrguttrupp des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd noch am selben Tag führte zu keinem Ergebnis.

Das Landratsamt Miesbach hat daraufhin einen Sachverständigen für Langzeitmessungen beauftragt. Das Gutachten bestätigt nun laut Polizeiinspektion Miesbach, „dass keine bedenklichen Stoffe in den genommenen Luftproben nachgewiesen werden konnten“. Das Fazit des Baubiologen laute: unbedenklich.

„Somit lässt sich nach wie vor leider nicht ermitteln, was den Reizhusten bei den Schülern verursacht hat“, erklärt die Polizei abschließend. Die Sporthalle ist schon länger wieder freigegeben.

Erstmeldung vom 13. Januar:

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften eilte am Donnerstagmittag (13. Januar) zum Gymnasium Miesbach. Mehrere Schülerinnen hatten über Atemnot geklagt.

Zunächst klagten sechs Schülerinnen aus zwei fünften Klassen in den Umkleidekabinen der Turnhalle plötzlich über Übelkeit und starken Reizhusten. „Drei weitere Kinder bekamen kurz darauf ähnlich starke Symptome, sodass von der Schule unmittelbar der Rettungsdienst verständigt wurde“, berichtet Christian Redl, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Miesbach.

Ein Großaufgebot der Rettungsdienste, der Feuerwehr sowie der Polizei und des Landratsamtes traf kurz darauf an der Schule ein und versorgte die aus der Turnhalle mittlerweile evakuierten Schüler. Neben einem Behandlungsplatz, an dem die betroffenen Kinder von mehreren Notärzten versorgt wurden, richteten das Bayerische Rote Kreuz und die Polizei eine Betreuungsstelle für die unverletzten Schüler und die verständigten Eltern in der Schule ein.

Sechs der verletzten Schüler wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. 16 weitere Schüler, die über leichte Atemwegreizungen klagten, wurden in der Schule von Ärzten und dem Rettungsdienst versorgt.

Der Gefahrguttrupp des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd und die von der Feuerwehr Miesbach nachalarmierten Feuerwehren aus Hausham und Tegernsee, die über spezielle Messgeräte zur Erkennung von Gefahrstoffen verfügen, konnten bei den unter Atemschutz durchgeführten Messungen in der Turnhalle und den Umkleidekabinen keine ursächlichen Stoffe feststellen. Die weiteren Ermittlungen zur Ursache hat die Polizeiinspektion Miesbach übernommen.

Gegen 14 Uhr konnte schlussendlich Entwarnung für den Turnhallenkomplex gegeben und der Einsatz vor Ort sukzessive beendet werden. ft

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