Ein Fest zum gemeinsam Lachen

Großes Höhensteiner Verwandtentreffen mit rund 100 Teilnehmern / Anreisen sogar aus den USA

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Ein unvergesslicher Tag war das Höhensteiner Verwandtentreffen für alle Beteiligten. Zwölf Kinder, 41 Enkel, 93 Urenkel und bald 18 Ururenkel entstammen den 1957 und 2000 verstorbenen Bauersleuten Franz und Johanna Stoib aus dem Weiler Höhenstein in Wall. Auf dem Bild sind ihre noch lebenden Kinder und Enkel mit Partnern.

Wall – Der Weiler Höhenstein im Norden von Wall gilt – anno 1127 erstmalig urkundlich erwähnt – als ältestes Anwesen des Ortes und ist Namensgeber des örtlichen Trachtenvereins. Bekannt ist Höhenstein auch für seine zahlreiche Nachkommenschaft.

Neben den Bauersleuten Franz (gestorben 1957 mit 63 Jahren) und Johanna Stoib (gestorben 2000 mit 96 Jahren) wuchsen ihre zwölf Kinder auf dem Hof auf und vergrößerten später die Familie um 41 Enkel. Derzeit gibt es 93 Urenkel und bereits 17 Ururenkel, das 18. ist unterwegs. Einige der Verwandten kennen sich untereinander kaum, einige haben sich aus den Augen verloren, einige haben regelmäßig Kontakt. In den vergangenen Jahren mussten etliche Familienmitglieder beerdigt werden, und so wurde die Idee eines Verwandtentreffens geboren: Sich endlich wieder zum Lachen zu treffen anstatt zum Trauern. Für das nach 1974 und 1989 dritte Treffen der Höhensteiner wurde ein elfköpfiges Festkomitee unter der Leitung von Georg Obermüller gebildet, das ein Programm erstellte, Telefonnummern und Adressen sammelte und die Feier vorbereitete. Eingeladen waren die noch lebenden Kinder von Franz und Johanna Stoib sowie die 41 Enkel und die Partner – die Urenkel und Ururenkel waren aus Platzgründen nicht dabei. Verbunden wurde die Feier Anfang Juni mit dem 80. Geburtstag von Adolf Stoib, einem der zwölf Höhensteiner Geschwister. Zum Treffen im Waller Schützenhaus erschienen somit knapp Hundert Höhensteiner Verwandte, es gab nur eine einzige urlaubsbedingte Absage. Alle anderen waren dabei und hatten teils weite Anreisen hinter sich, etwa aus dem 8700 Kilometer entfernten Portland in den USA, aus Paris, Berlin und Wuppertal. Der Großteil der Verwandtschaft lebt jedoch in Oberbayern.

Nach einem Sektempfang und dem gemeinsamen Mittagessen folgte ein Spaziergang zur Waller Kirche, wo eine Andacht für die verstorbenen Familienmitglieder gehalten wurde. Ansonsten wurde viel geratscht und gelacht, Erinnerungen ausgetauscht, in alten Fotoalben geblättert, Freundschaften vertieft und neue Freundschaften geschlossen. Die Familien Hampel, die große Teile der Waller Tanzlmusi und des Kirchenchores bilden, sorgten für die musikalische Umrahmung. Das Treffen war sehr harmonisch, alle verstehen sich prächtig. Ein regelmäßiger Stammtisch wurde vereinbart – und das nächste große Treffen soll nicht erst in 30 Jahren stattfinden. Es war für alle ein ganz besonderer, einmaliger Tag, der in bester Erinnerung bleibt. Und eines ist sicher: Die Höhensteiner sterben nicht aus. ole

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