Thema im Bauausschuss

Großprojekt in Otterfing: Pferdehof will aussiedeln und sich vergrößern

Bauausschuss Otterfing
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Wo heute in Holzham Pferde und Rinder grasen, soll ein Pensionspferdebetrieb ausgesiedelt werden. Grundsätzlich sei das laut Beschluss des Otterfinger Bauausschusses vorstellbar, wenngleich noch Diskussionsbedarf besteht und erst noch etliche Hürden zu nehmen sind.

Otterfing – Ein Pferdehof in Otterfing soll auf eine angrenzende Wiese in Holzham ausgesiedelt werden. Der Bauausschuss hat noch Fragen zu dem Großprojekt.

Bei der Sitzung des Otterfinger Bauausschusses stand kürzlich der Antrag zur Aussiedlung des Pensionspferdebetriebs in Holzham mit Pferdestall, Bergehalle, Reithalle, Führanlage und Reitplatz sowie eines Wohnhauses mit Altenteil und Ferienwohnungen auf der Tagesordnung. Der Ausschuss signalisierte zwar grundsätzlich und einstimmig sein Einverständnis, aber es wurde schon noch erhöhter Diskussionsbedarf gesehen. Ohnehin muss zuerst noch extern festgestellt werden, ob es sich um ein privilegiertes Bauvorhaben handelt und die Finanzierung gesichert ist.

Wie Bauamtsleiter Heinz Hirz sagte, als er den Antrag vorstellte, gebe es verschiedene Gründe, warum der Bauwerber den bestehenden Hof auf die östlich angrenzende Wiese verlegen möchte. Bevor der Antrag aber überhaupt weiter bearbeitet werden könne, müsse das Landwirtschaftsamt erst prüfen, ob dafür überhaupt eine landwirtschaftliche Privilegierung vorliegt. Außerdem müsse eine gesicherte Finanzierung vorgelegt werden.

Danach müssen Fachbehörden feststellen, ob der Immissionsschutz eingehalten wird und der Abstand zur Wohnbebauung ausreichend ist. Außerdem muss die Löschwasserversorgung zwingend geprüft werden, weil der nächste Hydrant 70 Meter entfernt ist. Des Weiteren möchte die Gemeinde das Landratsamt bitten, bei der Überprüfung der Nutzung der Kellerräume als Ferienwohnungen und bei den Stellplätzen genau hinzuschauen. Auch die noch fehlende Erschließung muss noch gesichert werden.

Vize-Bürgermeister Gerhard Heimerer (CSU) meinte: „Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, dass wir das einfach durchwinken. Ich fühle mich erst einmal informiert. Allerdings werden wir da noch einige Diskussionen führen müssen.“ Dabei werde laut Heimerer auch darauf zu schauen sein, was mit dem Altbestand passiert. Dem pflichtete Bürgermeister Michael Falkenhahn bei: „Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, ist das Projekt natürlich grundsätzlich denkbar, aber es muss auch zu unserer Entwicklung passen und darf nicht zu einer Problemstellung für künftige Vorhaben werden.“ hac

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