Wichtiger Dialog

Grünes Zentrum: Diskussion zu aktuellen Themen der Landwirtschaft

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Studierende der Abteilungen Hauswirtschaft und Landwirtschaft Hand in Hand für mehr Verständnis: (hinten v.l.) Martin Leitner, Elisabeth Filgertshofer, Josef Eichner, Barbara Huber sowie (vorne v.l.) Regina Sindlhauser und Michael Schlickenrieder.

Holzkirchen – Wie wichtig der Dialog zwischen Landwirten und potentiellen Verbrauchern ist, zeigt das aktuelle Beispiel des Bürgerbegehrens „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“: Die Fronten zwischen Verbrauchern und Landwirten sind zusehends verhärtet, die Notwendigkeit eines Dialogs wird immer deutlicher. Daher informierten die angehenden Landwirtschaftsmeister ihre Mitstudierenden aus der Hauswirtschaft jüngst im Grünen Zentrum in Holzkirchen über aktuelle Themen der Landwirtschaft.

Völlig selbstständig hielten die Studierenden der Landwirtschaftsschule Holzkirchen im Rahmen des Fachs Rhetorik diesen Erzeuger-Verbraucher-Dialog ab. Lehrkräfte standen bei der Vorbereitung unterstützend zur Seite und hielten sich als Zuhörer im Hintergrund. Elisabeth Filgertshofer referierte zum Beispiel über die Ursachen des Artenrückgangs: Der Verlust von Lebensraum aufgrund von Flächenverbrauch und die Zerteilung von Lebensräumen seien zwei entscheidende Einflüsse. Michael Schlickenrieder stellt den Verbrauchern die Gegenfrage: „Wäre das Volksbegehren unter dem Motto ,Rettet die gemeine Stechmücke‘ ebenso erfolgreich gewesen?“ Laut Alois Bucher seien „die Verbraucher selbst für die Entwicklung verantwortlich. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Wenn die Verbraucher nicht bereit sind für biologische Produkte mehr Geld auszugeben, kann die biologische Produktion nicht erhöht werden. Der Preisverfall durch Überangebot bedroht sonst die Existenz der Landwirte.“

Die Veranstaltung war eine gute Gelegenheit für die Studierenden, ihre Persönlichkeit zu stärken und ihr eigenes Verhalten selbstkritisch zu reflektieren. „Einheitliche Rückmeldung der Studierenden war, dass dies eine erfolgreiche Veranstaltung gewesen ist, die in den nächsten Semestern unbedingt wiederholt werden sollte“, erklärt das AELF. Auch Schulleiter Rolf Oehler war begeistert von seinen Studierenden: „Wir hätten das nicht besser machen können.“ she

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