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Grundschule Miesbach: Erneuerter Brandschutz und digitale Klassenzimmer

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Von: Sabrina Winklmaier

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Brandschutz Grundschule Miesbach
Über die neuen Brandschutzmaßnahmen an der Grundschule Miesbach freuen sich (v.l.) Familienreferentin Malin Friese mit Kindern, Hubert Rummel (Hochbauamt Miesbach), Stadträtin Inge Jooß, Architekt Joachim Staudinger, Bauleiterin Mirjam Mihalovitz, Bürgermeister Gerhard Braunmiller, Gabriele Köstler (Schulverband), Schulleiterin Susanne Crössmann und Franz Mayer, dritter Bürgermeister. © Sabrina Winklmaier

Miesbach – Vier Jahre wurde an der Grundschule Miesbach gebaut. Am Freitag wurden die neue Brandmelderanlage und die digitalen Klassenräume eingeweiht.

Vier Jahre wurde an der Grundschule Miesbach umgebaut. Am Freitag (18. November) haben Bürgermeister Gerhard Braunmiller und Schulleiterin Susanne Crössmann die neue Brandmelderanlage und die digitalen Klassenräume offiziell eingeweiht.

Schon 2018 hatte der Stadtrat Miesbach beschlossen, die Grundschule in Sachen Brandschutz zu modernisieren, doch die Ausschreibung blieb ohne wirtschaftlich rentables Ergebnis. Aus diesem Grund fand 2020 eine nochmalige Ausschreibung statt, bei der endlich ein passendes Angebot einging. Rund eine Millionen Euro kostete die komplette Ertüchtigung des Brandschutzes.

Neue Brandschutzwände wurden im Treppenhaus eingezogen, mit zwei brandschutzverglasten Fenstern, um „wenigstens noch etwas Licht ins Treppenhaus zu bringen“, wie Schulleiterin Susanne Crössmann erklärt. Ihre 363 Schüler sollen trotz Brandschutz immer noch in einer hellen und angenehmen Atmosphäre lernen können.

An der Nordseite des Schulgebäudes befindet sich jetzt eine Stahltreppe, welche als zweiter Fluchtweg für Schüler und Lehrer genutzt werden kann, falls die Gänge bei einem Brandfall verraucht sein sollten. „Kostentreiber waren definitiv die Brandmelder und die elektrischen Brandschutztüren, die bei Rauchbildung automatisch schließen“, betont Gabriele Köstler vom Schulverband Miesbach. „Sie können aber immer noch von jedem Grundschulkind manuell geöffnet werden.“

Im Zuge der Brandschutzsanierung wurden die Klassenräume der Grundschule ebenfalls umgebaut. Vielmehr wurden sie modernisiert. Knapp 200.000 Euro hatte die Miesbacher Schule als Mittel aus dem bundesweiten Förderprogramm „Digitlale Schule“ zur Verfügung und hat sie unter anderem in den Ausbau interaktiver Tafeln gesteckt.

Fünf „digitale Klassenzimmer“ hatte die Grundschule bereits, jetzt sind es insgesamt 13 und drei interaktive Gruppen-Fachräume. Neben den neuen Beamern und Tafeln besitzt die Schule nun 35 Schüler-Tablets, Laptops für die Lehrkräfte und W-Lan. Die Tafeln haben an den beiden Flügeltüren die altbewährten Kreidewände, da diese in der Grundschule immer noch sehr wichtig sind, findet Crössmann.

Das Mittelstück ist ein Whiteboard, welches über einen Beamer beleuchtet wird. Mit Hilfe eines elektrischen Stiftes können die Lehrkräfte auf der Tafel nun schreiben, malen und projizieren. Unterstützt werden sie von einer Dokumentenkamera, ähnlich dem altbekannten Overhead-Projektor und einem Notebook am Lehrerpult. Zusätzlich wurden die Deckenbeleuchtungen in den Klassenzimmern durch LEDs ausgetauscht. „Das war gar nicht so einfach, vor allem bei den Rasterdecken, da musste man teilweise das komplette Raster ändern“, sagt Crössmann.

Das Highlight der Schüler ist allerdings der neue Informatikraum, den die Grundschule von der Hauptschule übernommen hat. 16 neue Rechner stehen in dem Raum, in dem die Kinder nun ihre ersten digitalen Schritte unternehmen. „Zu meiner Zeit hat es das nur an Hochschulen gegeben,“, gesteht Bürgermeister Gerhard Braunmiller etwas neidisch. sw

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