Günstige Gelegenheit

Geplantes Ärztezentrum: Ideenwettbewerb für Haushamer Bahnhofsplatz

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Wie soll der Bahnhofsplatz in Hausham aussehen? Hierzu können die Haushamer bei einem Ideenwettbewerb bald ihre Ideen einbringen.

Hausham – Anfang Oktober hat die Raiffeisenbank im Oberland ihre Pläne zur Schaffung eines neuen Ärztezentrums in Hausham vorgestellt. In der Gemeinde niedergelassene Mediziner, die nicht länger an der Einzelpraxis festhalten wollen, können im Gemeinschaftshaus am Bahnhof einen Platz bekommen, so das Angebot (wir haben berichtet). Dieses wird gut angenommen. Sehr gut sogar, wie Hubert Stehr, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank im Oberland und Architekt Joachim Staudinger bei der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärten. In Hausham wolle man derweil die Chance nutzen, mit der Umgestaltung des Hauses an der Bahnhofstraße gleich das Areal miteinzubeziehen und verkehrsberuhigte Bereiche zu schaffen.

Nach der Vorstellung der Ärztehaus-Planung habe er fast täglich Anrufe von Interessenten bekommen, sagte Stehr. „Die Nachfrage ist so groß, dass wir aus jetziger Sicht nicht alles bedienen können.“ Wer sich für die Praxisräume interessiere, dürfe Stehr jedoch aus Verschwiegenheitsgründen nicht verraten. Nur soviel: Er hoffe, dass bis zum Ende des Jahres alle Mietverträge unter Dach und Fach sind. Der zuständige Architekt Joachim Staudinger erklärte, die möglichen Mieter seien zum Teil „sehr flexibel“ in ihren Vorstellungen bezüglich der Praxen. „Zu 95 Prozent stimmt es, aber wir haben eben noch keine 100 Prozent Planungssicherheit.“ An der Fassade aber werde nichts geändert, sagte Staudinger. Als möglichen Baubeginn nannte er den Frühsommer 2018. Diese Arbeiten nimmt die Gemeinde zum Anlass, das Bahnhofsareal umzugestalten. Ziel sei es laut Gemeinde, „einen optisch ansprechenden Platz zu schaffen, der zum Verweilen einlädt und auf welchem der dort befindliche Maibaum als einer der zentralen Punkte unseres Ortes zur Geltung kommt.“ Hier kommen die Haushamer selbst ins Spiel, schließlich sollen diese sich in Zukunft auf dem Platz wohlfühlen. Im Zuge eines Ideenwettbewerbes, der im Gemeindeblatt „Glück Auf“ ausgerufen werden soll, bekommen die Haushamer Möglichkeit dazu, ihre Vorstellungen einzubringen. Die Vorschläge werden dann von einem Ingenieurbüro auf ihre Machbarkeit hin geprüft und dem Gemeinderat vorgestellt.

Besonders wichtig ist der Gemeinde, dass in der angestrebten Ortsmitte mit Bahnhofsplatz, Schlierseer-, Tegernseer- und Alter Tegernseer Straße eine Verkehrsberuhigung erreicht wird. Möglich wird dies mit der Verlegung des Bahnübergangs an der Schlierseer Straße, die dann von einer Bundes- in eine Ortsstraße heruntergestuft werden kann. Dann hat die Gemeinde mehr Gestaltungsspielraum, wie Bürgermeister Jens Zangenfeind erklärte: „Sonst tut man sich mit allen Maßnahmen wie zum Beispiel einem Zebrastreifen schwer.“. Ziel sei es, die Situation für Fußgänger und Radfahrer deutlich zu verbessern und so eine Atmosphäre zu schaffen, „die dazu einlädt, die in diesen Bereichen befindlichen Geschäfte zu besuchen und auf Sitzmöglichkeiten ,eine Pause‘ einzulegen“.

she

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