Ideen zum Verkehr

Hackathon für Radfahren in Holzkirchen: Rathaus wird zur IT-Werkstatt

Hackathon in Holzkirchen
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Zwei Tage lang haben sich 16 Teilnehmer in Holzkirchen der Frage gewidmet, wie sich automatische Zählstationen für Fahrräder in Holzkirchen umsetzen lassen. Nachdem zahlreiche Ideen entwickelt wurden, soll es bald an die praktische Umsetzung gehen.

Holzkirchen – Zum ersten Mal hat im Rathaus Holzkirchen ein Hackathon stattgefunden. Dabei sollten Ideen für ein automatisches Zählsystem für Radverkehr entstehen.

Beim ersten Hackathon im Rathaus in Holzkirchen tüftelten rund 16 Teilnehmer vor Kurzem ein Wochenende lang an Prototypen für eine Fahrradzählstation, um die Digitalisierung der Mobilität in der Marktgemeinde voranzubringen. Die Sitzungssäle wurden kurzerhand in eine Computerwerkstatt umgewandelt. Die Veranstaltung, die im Rahmen des BMBF-Förderprojekts „Sauber unterwegs in Holzkirchen“ corona-bedingt erst jetzt stattfinden konnte, wurde in Kooperation mit dem Verein „FabLab Oberland“ veranstaltet.

Zwei Tage, 16 Teilnehmer und eine Frage: Wie lässt sich eine automatische Fahrradzählstation in Holzkirchen umsetzen? „Kreative Köpfe, die gemeinsam an einem Problem arbeiten und ihre guten Ideen in einer kurzen Zeitspanne agil zusammenführen, davon lebt ein Hackathon“, erklärt Alexander Kutschera, Geschäftsführer des Vereins „FabLab Oberland“. Besonders wichtig sei ihm dabei, dass der Weg das Ziel ist: „Man lernt beim Machen. Das möchte wir als FabLab Oberland weitergeben.“

Ideen für das automatische Zählsystem

Auch Bürgermeister Christoph Schmid zeigte sich sichtlich begeistert vom Beteiligungsformat und freiwilligen Engagement der Teilnehmer, die zwischen 13 Jahre und über 65 Jahre alt waren. „Unglaublich, wie schnell sich die Teams zusammengefunden haben und mit welchem Ideenreichtum sie an die Sache herangegangen sind“, sagt Schmid.

Die Ideen für das automatische Zählsystem für Radverkehr reichten von sensorbasierten Varianten hin zu von künstlicher Intelligenz gestützten Lösungsansätzen. „Alle haben spannende Lösungsansätze geliefert, die so gut sind, dass sie einen echten Mehrwert für eine nachhaltige Mobilitätsgestaltung bieten und tatsächlich umsetzbar sind“, erklärt Mobilitätsmanagerin Jana Heese.

Für Radverkehr in Holzkirchen

Damit das Ende des Hackathons nicht das Ende einer guten Idee bedeutet, schließt nun eine Umsetzungsphase an. Dabei werden die drei unterschiedlichen Teams an ihren Ideen weiterarbeiten und im Anschluss daran ihre Prototypen an Radwegeverbindungen in Holzkirchen anbringen. Damit möchte die Marktgemeinde herausfinden, welche Radwege zum Beispiel besonders frequentiert oder kaum genutzt werden, und danach ihre Radverkehrsmaßnahmen priorisieren. Es gehe auch um Entfaltungsspielraum für die Mobilitätswende.

Ein Hackathon sei eine Veranstaltung von wenigen Tagen: Teilnehmer mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen und Interessen arbeiten gemeinsam an der Lösung einer vorgegebenen Problemstellung, teilt die Marktgemeinde mit. Dies könne sowohl Software- als auch Hardware-Lösungen beinhalten. ksl

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