Ganz andere Kosten

Handlungsbedarf beim Feuerwehrhaus: So reagiert Fischbachau darauf

Feuerwehrhaus in Fischbachau
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Zeitnah soll das Feuerwehrhaus in Fischbachau erneuert werden. Darauf hat sich der Gemeinderat geeinigt.
  • VonMartina Fischer
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Fischbachau – Das Fischbachauer Feuerwehrhaus ist marode und muss dringend saniert werden. Im Gemeinderat fiel nun ein Beschluss, wie das klappen soll.

Sanierung oder Neubau – wie soll es mit dem Feuerwehrhaus in Fischbachau weitergehen? Diese Frage wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats kurz diskutiert. Am wichtigsten war jedoch: Wann geht es endlich weiter und wie bringt man das Projekt am besten auf den Weg? Die Dringlichkeit dieses Tagesordnungspunktes und eine massive Steigerung der angedachten Kosten kamen ebenso zur Sprache.

Erste Vorschläge für den Umbau des Feuerwehrhauses gab es laut Gemeinde-Geschäftsleiter Johann Neundlinger bereits 2018. Möglichkeiten wurden sondiert, etwa ob man wie bisher zwei Wohnungen über der Fahrzeughalle haben möchte und welche Förderungen möglich seien. Im März 2020 erfolgte eine Genehmigung. Im Haushaltsansatz waren 380.000 Euro eingestellt.

Feuerwehr: Kosten um die 2 Millionen Euro

Bei der Kostenschätzung von Architekt Florian Erhard ergaben sich aber ganz andere Zahlen: Für die Sanierung mit Umbau und Erweiterung mit einer unterkellerten Fahrzeughalle für zwei Feuerwehrfahrzeuge, der Sanierung der zwei bestehenden Wohnungen im ersten Stock sowie der Schaffung eines Raums im Dachgeschoss und der Errichtung der Außenanlagen etwa von Parkplätzen veranschlagt der Planer rund 1,83 Millionen Euro. Bei Abriss des bestehenden Gebäudes und der Neubau eines reinen Feuerwehrhauses werden teilunterkellert wohl zirka 2,24 Millionen Euro oder vollunterkellert rund 2,42 Millionen Euro an reinen Baukosten auflaufen.

„Vom Haushaltsansatz ist das meilenweit entfernt“, konstatierte Neundlinger. Bei der Planvariante mit den Wohnungen verwies er darauf, dass sich zudem teils Konflikte mit den Mietern ergeben würden, da Lärm beim Feuerwehrbetrieb nicht ausbleibe. Klar sei aber in jedem Fall: „Wir brauchen ein neues Feuerwehrhaus – ob mit integrierten Wohnungen oder nicht.“

Gegenstimme im Gemeinderat

Die bisherige Dauer der Vorgänge erregte im Gremium Unmut. „Jetzt stehen wir genauso da wie im März 2020 und nichts ist weitergegangen“, echauffierte sich Josef Obermaier (CSU). Bei der ursprünglichen Planung hätten noch keine belastbaren Zahlen vorgelegen, erläuterte der Geschäftsleiter. Nun gehe es auch nicht um eine sofortige Entscheidung, sondern um die Bildung eines Arbeitskreises.

Die Dringlichkeit der Lage verdeutlichte auch der Erste Kommandant der Fischbachauer Feuerwehr, Marinus Gasteiger, der in der Sitzung als Gast anwesend war. Es bestehe akuter Handlungsbedarf und die Planungen würden sich bereits drei Jahre hinziehen. „Bitte, bitte bleiben wir dran“, schloss er. Mit einer Gegenstimme votierten die Gemeinderäte für die Bildung eines Arbeitskreises, der sich um das Feuerwehrhaus kümmern wird. maf

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