Zufrieden mit 2020

Haushalt 2021: Irschenberg rechnet heuer mit Corona-Einbußen

Freiwillige Feuerwehr Irschenberg
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Weil sich die Auslieferung verzögert hat, wird das neue Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Irschenberg nicht im Haushalt 2020, sondern heuer verbucht.
  • vonMartina Fischer
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Irschenberg – Das erste Jahr mit Corona-Pandemie liegt hinter Irschenberg. Im Haushalt macht sich das wohl erst 2021 und 2022 bemerkbar.

2020 hätte schlimmer verlaufen können. Das zeigt der Blick auf das Irschenberger Haushaltsergebnis und die Jahresrechnung. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden sich jedoch wohl 2021 und 2022 zeigen.

„2020 ist noch relativ gut ausgegangen“, fasst es die gemeindliche Geschäftsführerin und Kämmerin Irmgard Dinges zusammen. Rund 950.000 Euro konnten vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt transferiert werden – etwa 600.000 Euro mehr als gedacht. Begründet ist dies durch ein verhaltenes Jahr, in dem viele laufende Kosten gespart werden konnten.

Allein der milde Winter hat für Einsparungen von knapp 100.000 Euro gesorgt. Weniger Gewerbesteuerumlage fiel an, und die Kompensation des Bundes traf bei der Gemeinde ein. „Das wirkt gut“, erklärt Dinges. Es würden aber diverse Rechnungen noch verspätet eintreffen. Im Februar sei deshalb schlicht mit einer schwarzen Null zu rechnen. Dementsprechend kein Überschuss mehr, aber positiv gesehen auch keine Schulden.

Ebenfalls positiv zu betrachten, ist ein Überschuss im Vermögenshaushalt, der sich auf knapp 1,7 Millionen Euro beläuft. Dabei ist jedoch zu beachten, dass etwa die bei der Breitbandversorgung beauftragten Maßnahmen noch nicht ausgeführt wurden sowie beim Straßenbau noch nicht alles abgerechnet wurde. Dementsprechend mahnt die Geschäftsführerin auch in diesen Punkten zur Vorsicht.

Die Überschusssumme ist für Investitionen im Jahr 2021 zu verwenden. Unter anderem für das neue Feuerwehrfahrzeug, ein TLF3000, das ganz aktuell in Irschenberg angeliefert wurde. Der alte Wagen hat mit einer Erstzulassung 1988 – und bereits als Gebrauchter vor vier Jahren von der Feuerwehr Putzbrunn erworben – nun seinen Dienst getan. Die Abrechnung für das neue Tanklöschfahrzeug wird durch dessen Erhalt im Januar im Haushalt 2021 erfolgen. Selbige schlägt mit 388.000 Euro zu Buche.

Insgesamt ist Irmgard Dinges bei einem Gesamthaushaltsvolumen von 11,7 Millionen Euro mit dem Resultat für 2020 zufrieden. Eine Schuldenaufnahme war nicht nötig. Ein zwischenzeitlicher Kassenkredit in Höhe von 500.000 Euro konnte bereits wieder getilgt werden. Trotz der Ausnahmesituation mit der Corona-Pandemie 2020 ist die Lage in Irschenberg also gut. Die Zukunft scheint jedoch nicht so rosig. „Man wird die Corona-Einbußen erst 2021 und vor allem 2022 bemerken“, schätzt die Geschäftsführerin. maf

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