Vorsichtiger Ansatz

Haushaltsplan beschlossen: Das will sich Kreuth 2021 leisten

Geldbörse
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Der Haushalt 2021 in der Gemeinde Kreuth ist eher vorsichtig angesetzt.
  • vonKatja Schlenker
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Kreuth – Mit eher vorsichtigem Ansatz geht die Gemeinde Kreuth ins Haushaltsjahr 2021. Corona bereitet Probleme bei den Planungen.

Den Haushalt für das Jahr 2021 haben die Gemeinderäte in Kreuth in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. „Wir haben vorsichtige Ansätze bei den Einnahmen“, erklärte Bürgermeister Josef Bierschneider. „Wir werden erst in der zweiten Jahreshälfte merken, wie sich alles entwickelt.“ Die Corona-Pandemie sorgt für Unsicherheiten in den Gemeindefinanzen. Der Bürgermeister hofft, dass sich alles so entwickelt, dass es keine größeren Einbußen gibt.

Nachdem der Haushalt bereits im Januar nichtöffentlich im Gemeinderat vorberaten wurde, hat das Landratsamt den Etat vorgeprüft und keine Bedenken geäußert, erläuterte der Bürgermeister. Folglich stand einem einstimmigen Beschluss nichts im Wege. Wichtigstes Projekt in diesem Jahr ist und bleibt der Anbau am Kindergarten, der heuer fertiggestellt werden soll. Zudem sei es nicht geplant, Grund- und Gewerbesteuer zu erhöhen.

Kreuth in Zahlen:

  • Gesamtvolumen: 12,1 Millionen Euro
  • Verwaltungshaushalt: 8,4 Millionen Euro
  • Vermögenshaushalt: 3,7 Millionen Euro
  • Einnahmen: Einkommensteuer 2 Millionen Euro, Gewerbesteuer 1,1 Millionen Euro, Schlüsselzuweisungen 942.000 Euro, Grundsteuer B 750.000 Euro, Personalkostenzuschüsse für Kindergarten 520.000 Euro, Kurbeitrag 440.000 Euro und Zweitwohnungssteuer 400.000 Euro
  • Ausgaben: Personalkosten 2,5 Millionen Euro, Sach- und Betriebskosten 2,2 Millionen Euro und Kreisumlage 2 Millionen Euro
  • Investitionen: Anbau Kindergarten 1,3 Millionen Euro, Fahrzeug- und Gerätebeschaffung Bauhof 262.000 Euro, Neuanlage Querungshilfe, Geh-/Radwege 161.000 Euro, Warmbad Technik und Außenanlagen 110.000 Euro, Erneuerung Verschleißdecken Gemeindestraßen und Gehwege 101.000 Euro sowie Fahrzeug- und Gerätebeschaffung Feuerwehr 100.000 Euro

Um alles zu schaffen, was geplant ist, geht Kreuth seine Rücklagen an. Sind es zum 1. Januar immerhin 1,3 Millionen Euro gewesen, werden es am 31. Dezember voraussichtlich noch 128.800 Euro sein. Parallel dazu sind Kreditaufnahmen in Höhe von 729.000 Euro vorgesehen. Hat die Gemeinde zum 1. Januar noch 4,1 Millionen Euro Schulden gehabt, werden es zum 31. Dezember rund 4,5 Millionen Euro sein. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird dann bei 1.273 Euro liegen. Zum Vergleich: Der Landesdurchschnitt liegt bei 573 Euro.

Trotz der eher mauen Prognose gab es Lob für das Zahlenwerk. „Wir sind mit Projekten rein gegangen, die sinnvoll sind“, sagte Martin Walch (SPD). Er appellierte aber auch, in Zukunft gut zu wirtschaften und nur das zu machen, was notwendig ist. Sonst laufe man Gefahr, dass der Haushalt nicht genehmigt werde. Auch Markus Wrba (FWG) meinte: „Ich wüsste nicht, wo man da noch hätte sparen können.“ Vor allem der Schuldenstand bereitete ihm Sorgen. „Wir haben dafür aber auch Werte geschaffen, zum Beispiel mit dem Bauhof und dem Kita-Anbau“, resümierte Bürgermeister Josef Bierschneider. ksl

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