Bernhard Hoffmann auf neuen Wegen

Haushamer präsentiert vierten Band seiner Slyrus-Reihe

Mit „Neue Wege“ hat der Haushamer Bernhard Hoffmann seinen vierten „Slyrus“-Roman veröffentlicht.
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Mit „Neue Wege“ hat der Haushamer Bernhard Hoffmann seinen vierten „Slyrus“-Roman veröffentlicht.

Hausham – Ein Berggeist spielt eine große Rolle in den Geschichten von Bernhard Hoffmann. Nun präsentiert der Haushamer den vierten Band seiner „Slyrus“-Reihe.

Als idealen Urlaubsschmöker für daheim und unterwegs bezeichnet Bernhard Hoffmann seinen vierten Slyrus-Roman „Neue Wege“. Darin schickt der Haushamer Autor seinen Protagonisten Severin Hofer in die Brandenberger Alpen. Im Inntal geschehen unheimliche und unerklärliche Phänomene. So ist auch schnell ersichtlich, für wen Hoffmanns neues Buch wohl die passende Lektüre ist: „Alle junggebliebenen Erwachsenen, die Spaß an Abenteuern und Fantasie Lektüre haben“, sagt der Haushamer Autor.

Sein Schlüsselerlebnis hatte der Haushamer 2012, als ihm ein Freund das Bild eines Kopfes an der Hagenbergwand zeigte und sagte, das sei der Berggeist vom Schliersee. „Da wusste ich sofort, da mach ich eine Geschichte draus“, erzählt Hoffmann. Und weil ihn selbst Märchen und Fantasy begeistern, geht es auch in seinen Büchern um Wichtel, Zwerge und den Berggeist. Dieser, Slyrus, hilft dem Protagonisten Severin Hofer, seine eigenen Fähigkeiten zu erkennen und zu entwickeln. „Das geht nicht immer ohne Widerstände ab, da der Severin ein eher gemütlicher bayerischer Zeitgenosse ist“, wie Hoffmann erklärt.

„Neue Wege“:

Wichtelsenator Bertelnuss holt Severin Hofer in die Brandenberger Alpen. Auf dem Weg wird Bertl von einer Wildkatze gebissen und bekommt Tetanie. Durch ein Serum wird er zwar vor dem Tod gerettet, fällt jedoch ins Koma. Um den Geist seines Freundes aus dem Jenseits zurückzuholen, braucht Severin die Hilfe des Berggeistes, seiner tierischen Freunde und der Zwerge als Hüter der Rauchquarze. Auf der Reise in die Überwelt und wie Orpheus in die Unterwelt erlebt Severin haarsträubende, lebensgefährliche, aber auch lustige Abenteuer. Mit seinen bisherigen Erfahrungen und Verhaltensweisen kommt er auf diesen Ebenen nicht weiter. Das Einschlagen neuer Wege ist jedoch eine schwierige Aufgabe, die alles Gelernte auf den Kopf stellt.

Die Slyrus-Bücher sind nicht nur aus einer Idee zu den Schlierseer Bergen entstanden, in ihnen steckt auch jede Menge Lokalkolorit. „Neue Wege“ etwa reicht von Warngau, Nüchternbrunn über Schliersee, die Berge hinter der Erzherzog-Johann-Klause bis ins Zillertal und Salzburg. Neben der Heimat sind auch eigene Erfahrungen enthalten. „Ich habe in meinen Büchern immer das verarbeitet, was mir am Herzen liegt“, erläutert der Autor. „So beschreibt jedes Buch einen bestimmten Entwicklungsschritt oder Erkenntnisstand, den ich spielerisch, in eine spannende Geschichte verpackt, weitergebe“. Dabei nehme das vierte Buch aber eine Sonderstellung ein. Der Titel „Neue Wege“ ist schon ein Hinweis auf das sehr persönliche Buch. „Nach dem Tode meiner Frau 2017 wollte ich erst eine Biografie schreiben, damit nichts vergessen wird, dann ist aber beim Schreiben diese Geschichte entstanden“, erzählt Hoffmann. „Die Wichtel als Symbol für Naturvölker sehen den Tod anders als wir Menschen. Wir haben Mühe den Tod als Teil des Lebens zu akzeptieren, für sie gehört er dazu.“

Hoffmann behandelt das Thema Tod anhand des Wichtels Bertl, der ins Koma fällt. Severin muss sich auf einen abenteuerlichen, aber auch lustigen Weg machen, um die Seele aus der Unterwelt zurückzuholen. Die Herausforderungen kann er nur mit Leichtigkeit, Freude und Liebe meistern. Schwierige Aufgaben kann Hofer, wie Hoffmann selbst, nicht mit Druck und Wollen bewältigen. Und so rückt im Lauf des Abenteuers das Thema „Neue Wege das Leben zu meistern“ in den Vordergrund. Statt sich in negativen Emotionen zu verlieren, gilt es, die Möglichkeiten zu erkennen, die Veränderungen bringen.

Seinen ersten Slyrus-Roman „Der Berggeist“ hat Hoffmann, ehemaliger Inhaber der Marien- Apotheke in Hausham, 2015 veröffentlicht. Der vierte Teil ist Ende April im eigenen Verlag Synergicum erschienen und kostet 10,80 Euro. Dafür bekommen die Leser neben Hofers abenteuerlicher Reise im Anhang elf Rezepte, natürlich ebenfalls mit regionalem Bezug: von Nachspeisen aus der Kindheit bis zum Miasch­burger. ft

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