Mehr Tempo fürs Klima

Hausham berät über CSU-Antrag zum Ausbau von Photovoltaikanlagen

Blick über Hausham
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Zügig mehr Solaranlagen auf die Dächer in Hausham, das fordert die CSU-Fraktion für die gemeindeeigenen Gebäude.

Hausham – Die Haushamer CSU-Fraktion fordert mehr Engagement beim Ausbau von Photovoltaikanlagen. Das soll helfen, die Klimaziele zu erreichen.

Damit die Klimaziele erreicht werden, forderte die CSU-Fraktion im Haushamer Gemeinderat mehr Engagement beim Ausbau von Photovoltaikanlagen. Das sollte möglichst unkompliziert und schnell geschehen. Bei der Debatte über den Antrag in der jüngsten Sitzung des Gremiums wurden die Erwartungen allerdings etwas gedämpft, wobei es aber einen einstimmigen Beschluss gab, das Thema zu forcieren.

Ziel des Antrags war, dass die Verwaltung beginnend mit dem Regenbogen-Kindergarten, der Mittelschule und dem Sportstüberl sämtliche gemeindliche Liegenschaften auf eine wirtschaftlich zu betreibende Installation von Photovoltaikanlagen (PV) überprüfen soll. Dabei soll das seit Kurzem im Landratsamt verfügbare Solarpotenzialkataster genutzt werden. Das Ergebnis würde dann gemäß dem Inhalt des Antrags einer Fachfirma vorgelegt, die Empfehlungen für eine jeweils passende Anlage respektive Investition machen könnte. Soweit der Plan.

„Der Weg ist noch weit, wir sollten nicht immer nur darüber reden, sondern endlich starten“, forderte CSU-Fraktionssprecher Hubert Lacrouts. Das wollte Bürgermeister Jens Zangenfeind so nicht stehen lassen. Er verwies unter anderem auf das Energie-Coaching durch die Energiewende Oberland im Jahr 2016 sowie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung und des Rathauses auf LED-Technik: „Wir rennen schon, was nicht heißt, dass es nicht schneller geht.“ An dem Antrag störte Zangenfeind, dass sämtliche Dächer begutachtet werden sollen: „Dafür ein Ingenieurbüro zu beauftragen, kostet eine Menge Geld und Zeit.“

Den Vorschlag von Tom Leid­gschwendner (CSU), das doch von hiesigen Elektromeistern, die das genauso gut und mit weniger Aufwand machen könnten, erteilte der Rathauschef eine Abfuhr und bekam dafür Rückendeckung von Christian Baur (FWG): „Im privaten oder geschäftlichen Bereich stimme ich dem voll zu. Aber ich denke nicht, dass solche Gutachten ausreichen, um staatliche Förderungen zu bekommen.“ Das bestätigte Zangenfeind, der sagte, dass ohne ein fundiertes Leistungsverzeichnis und Angebotsverfahren kaum mit Fördergeldern zu rechnen sei.

Nach einer konstruktiven Debatte wurde schließlich in den Beschlussvorschlag mit aufgenommen, dass für den weiteren Ausbau der PV-Anlagen die schon vorliegenden Erkenntnisse der Energiewende Oberland, in der die Gemeinde ohnehin Mitglied ist, mit herangezogen werden sollen. Damit sollen die Kosten reduziert und durch eine fachlich fundierte Begleitung Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden. Dieser inhaltlich ergänzten Form des Antrags stimmte der Gemeinderat dann einstimmig zu. „Ich hoffe, dass dann aber auch wirklich etwas passiert und bald Entscheidungen fallen“, mahnte Lacrouts und versprach, in dieser Sache nicht locker zu lassen. hac

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