Handschlag am Runden Tisch

Nach Streit im Haushamer Gemeinderat: Schaftari und Privitera versöhnen sich

Bei einer Gipfelhalben auf der Gindelalm haben die Haushamer Gemeinderäte Josef Schaftari (l.) und Sascha Privitera ihren Streit endgültig beigelegt.
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Bei einer Gipfelhalben auf der Gindelalm haben die Haushamer Gemeinderäte Josef Schaftari (l.) und Sascha Privitera ihren Streit endgültig beigelegt.

Hausham – Nach einem Handschlag am Runden Tisch legen Josef Schaftari und Sascha Privitera ihren Streit bei. Der Blick geht nun nach vorne im Haushamer Gemeinderat.

Der Streit zwischen den Haushamer Gemeinderäten Josef Schaftari (CSU) und Sascha Privitera (Bündnis 90/Die Grünen) ist beigelegt. Das hat Bürgermeister Jens Zangenfeind bei der jüngsten Sitzung im Alpengasthof Glück Auf bekanntgegeben. Nach einem Gespräch am Runden Tisch haben sich die beiden Kontrahenten auf eine künftig gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit die Hand gereicht.

Die ersten beiden Sitzungen des neu gewählten Haushamer Gemeinderats waren von einer heftigen Fehde zwischen Schaftari und Privitera überschattet. Grund dafür war eine verunglimpfende Aussage über den gesamten damaligen Gemeinderat, die Privitera bei einer äußerst emotionsgeladenen Informationsveranstaltung zum Baugebiet Abwinkl getätigt haben soll. Privitera gehörte damals noch nicht dem Gemeinderat an. Schaftari forderte Privitera auf, sich als neu gewählter Gemeinderat dafür zu entschuldigen. Dieser wiederum ging daraufhin selbst in die Offensive. Die Situation eskalierte schließlich soweit, dass sich die beiden Kontrahenten öffentlich gegenseitig Strafanzeigen androhten.

Eine Situation, die der Rathauschef so nicht stehen lassen wollte und konnte. Zangenfeind bat daraufhin Schaftari und Privitera zusammen mit den Fraktionssprechern zu einer Aussprache. Mit Erfolg, wie der Bürgermeister nun verkündete: „Wir waren uns alle einig, dass man im Hinblick auf einzelne Projekte unterschiedlicher Meinung sein kann, der gegenseitige Respekt aber nicht verloren gehen darf.“

Noch beim Runden Tisch haben sich dann Schaftari und Privitera die Hand gereicht und bekräftigt, die gegenseitigen Vorwürfe fallen zu lassen und damit endgültig abzuschließen. Erleichtert meinte Zangenfeind: „Ich bin jetzt wirklich froh. Ich muss zugeben, dass ich mir in den vergangenen Wochen Sorgen gemacht habe, ob wir die Arbeit im Gemeinderat tatsächlich so vertrauensvoll und in guter Atmosphäre fortführen können, wie dies in den vergangenen sechs Jahren der Fall war.“ Trotzdem war es laut Zangenfeind wichtig, die Sache anzusprechen und aus dem Weg zu räumen, um in Zukunft kollegial und mit gegenseitigem Respekt offen und ehrlich zu diskutieren.

Ihren Händedruck haben Schaftari und Privitera im Anschluss an das Gespräch dann sogar noch mit einem Marsch zur Gindelalm und einem gemeinsamen Bier bekräftigt. Dazu meinte Privitera in der Sitzungspause noch: „Es ist ja nicht so, als das wir beide nicht auch noch was dazulernen könnten.“ hac

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