Ersatz dringend notwendig

Hausham modernisiert Bauhof: Was nun mit den Fahrzeugen wird

Fast 40 Jahre hat der inzwischen aus dem Verkehr gezogene Dumper auf dem Buckel. Ein Symbol dafür, dass die Teilmodernisierung des Haushamer Bauhoffuhrparks kein Luxus ist.
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Fast 40 Jahre hat der inzwischen aus dem Verkehr gezogene Dumper auf dem Buckel. Ein Symbol dafür, dass die Teilmodernisierung des Haushamer Bauhoffuhrparks kein Luxus ist.

Hausham – Ersatz ist dringend notwendig. Deswegen modernisiert Hausham die Flotte des Bauhofs und tauscht schrottreife Fahrzeuge aus.

Bereits in der Maisitzung des Haushamer Gemeinderats hatte Bauhofchef Christian Freiwang auf die prekäre Fahrzeugsituation hingewiesen und ein Konzept für deren Modernisierung vorgestellt. Daraufhin genehmigte das Gremium die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für das Wasserwerk und erbat sich genauere Informationen, was denn noch dringend gebraucht wird und das kosten soll. Nach Studium der Unterlagen haben die Räte in der jüngsten Sitzung schließlich der Beschaffung zweier weiterer Fahrzeuge zugestimmt.

Zwischen den beiden Sitzungen informierte sich der Gemeinderat vor Ort über die Fahrzeugsituation des Bauhofs. Klar war zu dem Zeitpunkt bereits, dass der Bauhof seinen VW-Bus praktisch den Rathausmitarbeitern abgetreten hat. Das war unter anderem notwendig, weil immer mehr Hochzeiten auf dem Almbad Huberspitz vorzubereiten sind. Das hatte allerdings zur Folge, dass die inzwischen 22 Kollegen des Bauhofs zum Teil schon mit den eigenen Autos zu ihren Einsatzorten fuhren. Ein unhaltbarer Zustand, wie Freiwang meinte.

Die Tatsache, dass die verbliebenen Fahrzeuge zum Teil auch noch wirklich reif für die Schrottpresse sind, zeigt der Dumper, der bis vor Kurzem noch auf dem Friedhof eingesetzt wurde. „Das Fahrzeug entspricht in keiner Weise mehr den Unfallverhütungsvorschriften und ist auch schon mehrfach umgekippt. Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen“, sagte Freiwang im Mai. Seine Entscheidung, dafür nicht mehr die Verantwortung zu übernehmen und stattdessen für 50 Euro pro Tag einen Miniradlader anzumieten, stellte niemand im zum Sitzungssaal umfunktionierten Alpengasthof Glück Auf infrage.

In der aktuellen Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat schließlich mit der Beschaffung zweier weiterer neuer oder guter gebrauchter Fahrzeuge. Freiwang schlug vor, nach kleineren multifunktional einsetzbaren Gefährten Ausschau zu halten, mit denen beispielsweise die Hundetoi­letten geleert werden und die Bauhofmitarbeiter überhaupt zu ihren zahlreichen Einsatzorten fahren können. Je nach Verfügbarkeit könnten dies Piaggio-Kipper oder Renault Kangoo sein. Wie der Bauhofchef auf Nachfrage von Thomas Danzer (SPD) sagte, wäre damit künftig auch der Personaltransport sichergestellt.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat schließlich die Beschaffung. Als Ersatz für das Wasser-Auto konnte sogar schon ein VW-Caddy Allrad zu einem Preis von 13.000 Euro beschafft werden. „Das sind 2.000 Euro weniger als wir genehmigt hatten“, sagte Rathauschef Jens Zangenfeind. Weiter stellte er fest, dass es sich bei der Flottenmodernisierung nicht um Luxus handle, sondern diese schlichtweg notwendig ist.

Nicht Bestandteil des Beschlusses war die Anschaffung eines in Freiwangs Konzept vorgestellten Großfahrzeugs für einen geschätzten Preis von rund 150.000 Euro. Dieses könnte auch im Winterdienst zum Einsatz kommen und eine Leistung übernehmen, die derzeit für rund 50.000 Euro pro Jahr extern vergeben ist. Da solch ein Fahrzeug nach Übereinstimmung aller Beteiligten aber nur Sinn habe, wenn die bereits länger ausgeschriebene Bauhofstelle besetzt werden kann und ein Kauf in die Haushaltslage passe, wird diese Beschaffung vorerst nicht weiter betrachtet. hac

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