Freie Fahrt mit dem Bus

Gemeinderat stimmt zu: Hausham beteiligt sich an RVO-Seniorenkarte

RVO-Bus am Bahnhof Miesbach
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Mit dem RVO-Bus kostenlos nach Lenggries, Bad Feilnbach oder Garmisch-Partenkirchen fahren? Für Haushamer Senioren ist das ab 2021 möglich.

Hausham – Die Gemeinde Hausham macht nun ebenfalls mit bei der RVO-Seniorenkarte. Im März 2021 soll es losgehen.

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Hausham hat das Gremium einstimmig beschlossen, sich wie schon einige andere Landkreiskommunen auch dem Projekt RVO-Seniorenkarte anzuschließen. Damit können formal alle Bürger ab 65 Jahren ab 9 Uhr im RVO-Tarifgebiet Oberland kostenlos den Bus nutzen. Das lässt sich die Gemeinde pro Jahr bis zu 40.000 Euro kosten. Losgehen soll es im März 2021. Wobei sich Hausham noch einige Zusatzklauseln sichern möchte.

Wie RVO-Produktionsleiter Andreas Päschel bei der Vorstellung des Projektes sagte, können alle Haushamer ab 65 Jahren in den Genuss der Seniorenkarte kommen. Diese berechtige dann zu Freifahrten in den RVO-Bussen ab 9 Uhr morgens und innerhalb des Tarifgebietes Oberland. Laut Päschel sind neben den Landkreisgemeinden auch Haltestellen bis Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen, Lenggries und Bad Feilnbach anfahrbar. Zudem habe sich mit dem ab Dezember 2020 gültigen Fahrplan die Buslinie von Hausham-Nagelbach nach Miesbach deutlich verbessert.

Die Seniorenkarte wird vor Fahrtantritt gescannt. Die Abrechnung erfolgt über den RVO. Dabei beläuft sich der Höchsttagespreis für eine Person auf 6,24 Euro statt 10,40 Euro, die ein reguläres Tagesticket üblicherweise kostet. Die Gemeinde bezahlt jede registrierte Fahrt bis zu einer jährlichen Gesamtsumme von 40.000 Euro netto. Was darüber liegt, übernimmt der RVO.

Für das Projekt gab es aus dem Gremium zustimmendes Kopfnicken. Wobei Willi Halletz (Grüne) wissen wollte, ob denn die Altersgrenze in Stein gemeißelt ist: „Wir haben ja auch Leute, die schon jünger in Rente gegangen sind und bei denen der Geldbeutel auch nicht so prall gefüllt ist.“ Wie Päschel sagte, ist die Gemeinde hier völlig frei, andere Kriterien festzulegen.

Das sei, sagte Bürgermeister Jens Zangenfeind, eine tolle Sache und die Seniorenkarte grundsätzlich die Mehrausgaben wert. Der Rathauschef schob noch nach, dass es doch auch schön wäre, wenn die Karteninhaber während der Schulferien schon vor 9 Uhr fahren könnten. Harda von Poser (Grüne) ergänzte: „An den Wochenenden dürfte das doch auch kein Problem sein, oder?“ Beide Hände in die Höhe hebend meinte Päschel: „Alles kein Thema, es sollte halt in allen Gemeinden gleich sein.“

Einstimmig wurde schließlich die Verwaltung beauftragt und ermächtigt, entsprechende vertragliche Vereinbarungen auszuarbeiten und abzuschließen. Außerdem wird das genaue Prozedere der Beantragung und Ausgabe der Karten festgelegt. hac

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