In der Gemeinde Hausham

Verein übergibt 868 Unterschriften gegen das Baugebiet Abwinkl

Gemeinde-Geschäftsführer Rudi Randler (2.v.l.) nahm die Unterschriftenlisten von (v.l.) Peter Weber (Vorsitzender des Landschaftsschutzvereins Hausham) sowie den Vorstandmitgliedern Anja Benker und Roland Rubel entgegen.
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Gemeinde-Geschäftsführer Rudi Randler (2.v.l.) nahm die Unterschriftenlisten von (v.l.) Peter Weber (Vorsitzender des Landschaftsschutzvereins Hausham) sowie den Vorstandmitgliedern Anja Benker und Roland Rubel entgegen.

Hausham – Gegen das Baugebiet Abwinkl hat der Landschaftsschutzverein 868 Unterschriften an die Gemeinde Hausham übergeben. Und eine eindeutige Botschaft gleich dazu.

Der Landschaftsschutzverein Hausham strebt einen Bürgerentscheid zum Baugebiet Abwinkl an. Der erste Schritt – das Bürgerbegehren – war erfolgreich. 650 Unterschriften wären erforderlich gewesen, 868 Unterschriften sammelte der Landschaftsschutzverein. Am vergangenen Dienstag (21. Januar) haben Vertreter des Vereins die Listen im Rathaus abgegeben. Sie werden nun geprüft.

Der Verein zeigte sich selbst ein wenig überrascht, wie viele Unterstützungsunterschriften er erhalten hat, „und das mit einem überschaubaren Einsatz und geringer Manpower“. Das zeige, „dass dieses Thema die Mehrzahl der Haushamer Bürger interessiert, egal ob unmittelbar betroffen oder nicht“. Die vielen Unterschriften werte der Verein als robustes Mandat und blicke deshalb zuversichtlich in die zweite Runde, den Bürgerentscheid.

Ob es dazu kommt, stellt sich zunächst bei der Prüfung der Unterschriften heraus. Gültig sind nur diejenigen von wahlberechtigten Haushamern. Sind die 650 Unterschriften erreicht, wird sich der Gemeinderat demnächst mit dem Thema beschäftigen und einen Termin für den Bürgerentscheid festlegen. Zur Diskussion wird dann auch stehen, ob die Gemeinde ein Ratsbegehren dagegen setzt, um sich klar für die Bauvorhaben zu positionieren.

Bürgermeister Jens Zangenfeind kann sich das gut vorstellen. Die Gemeinde plant sowohl am Huberspitzweg ein kleines Baugebiet, um Wohnraum für Einheimische zu schaffen, sowie auf einer Wiese nördlich des Huberbergwegs. Dort soll auch das Haus Bambi der Lebenshilfe eine neue Heimat finden. Eine Bebauung eben dieser Wiese hält der Landschaftsschutzverein jedoch für unverhältnismäßig teuer. Zudem sei die Fläche landwirtschaftlich wertvoll. Als vertretbar bezeichnet der Verein nur die Bebauung am Huberspitzweg.

„Wir wollen nicht, dass einheimische bauwillige Haushamer in eine Kostenfalle manövriert werden“, erklären die Vertreter des Vereins. Und: „Wir wollen kein Baugebiet verhindern, sondern ein Baugebiet an einem besseren Standort – sowohl für junge bauwillige Familien, als auch für das Haus Bambi.“ Dass der Bedarf an Wohnraum groß ist, hat die Gemeinde in der Vergangenheit bereits mehrfach deutlich gemacht. Viele junge Haushamer möchten bauen – und das Haus Bambi benötigt auch dringend ein neues Zuhause. ft

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