Keine bessere Alternative

Vor Bürgerentscheid in Hausham: Das sagt die Lebenshilfe zum geplanten Haus Bambi

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Am 17. Mai wird es ernst für die Haushamer. Da dürfen sie entscheiden, ob an der Huberbergstraße ein neues Wohngebiet und ein neues Haus Bambi entstehen werden.

Hausham – Etwa zwei Monate nach der Kommunalwahl treten die Haushamer am Sonntag erneut an die Urne. Diesmal geht es um das Baugebiet Abwinkl an der Huberbergstraße.

Die Haushamer sind am Sonntag (17. Mai) dazu aufgerufen, per Bürgerentscheid die Frage zu klären, ob das Haus Bambi und Einheimische in Abwinkl ein neues Zuhause finden. Der Landschaftsschutzverein hält den Standort für ungeeignet und drängt auf eine bessere Alternative. Nun hat die Lebenshilfe als Betreiber des Hauses Bambi deutlich gemacht, warum sie an der Huberbergstraße bauen möchte und zu einigen Argumenten der Gegner Stellung genommen.

„Seit ihrer Gründung kämpft die Lebenshilfe als Elternvereinigung für wohnortnahe Angebote für unsere Kinder und volljährigen Menschen mit Behinderung und gegen neue Großeinrichtungen für Menschen mit Behinderung“, heißt es in der Mitteilung. Eine Erhöhung der Anzahl von Menschen mit Behinderung sei in der Planung nicht erfolgt und auch nicht beabsichtigt. Die zu bebauende Fläche habe sich während der Planungen nicht vergrößert, macht die Lebenshilfe deutlich: „Die Flächenangabe des LSV vermengt zwei Werte: Die Grundfläche des Gebäudes über der Erde und die Fläche inklusive Tiefgarage, Parkplätze und Zuwegungen.“

Außerdem stellt die Lebenshilfe dar, weshalb das vom Landschaftsschutzverein genannte Grundstück südlich der Tegernseer Straße für sie keine bessere Alternative ist. Wie die Gemeinde verweist auch die Lebenshilfe unter anderem auf die Funktion als Wasserrückhaltebecken, die Schwierigkeiten bei der Erschließung über die Hauptverkehrsstraße direkt gegenüber der Zufahrt zum Anton-Weilmaier-Förderzentrum, was zu den Stoßzeiten zu einigen Problemen führen könnte.

Außerdem müsste der Rad- und Fußweg unterbrochen, mehrere Bäume entlang der Straße gefällt werden. Und: „Das Gelände ist vollumfänglich Landschaftsschutzgebiet“, betont die Lebenshilfe. Sie schreibt zur Herausnahme der Fläche an der Huberbergstraße: „Kaum eine Entscheidung zu diesem Thema wurde von den Behörden und Naturschutzorganisationen so klar befürwortet und mit seiner so großen Mehrheit der Kreistagsmitglieder getroffen.“

Auch den Hinweis des Landschaftsschutzvereins, die noch größere Nähe zur Förderschule für die Kinder aus dem Haus Bambi spreche für den Standort Tegernseer Straße, kommentiert die Lebenshilfe: „Leider vermissen wir den Hinweis, dass die Nähe zu einer Hauptverkehrsstraße auch erhebliche Risiken für unsere nicht verkehrssicheren Kinder darstellt.“ ft

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