Mountainbike-Konzept gefordert

Naturerlebnispfad: Hausham möchte Radfahrer aussperren

Nach dem Wunsch der Gemeinde Hausham soll zur Huberspitz der Serpentinenweg allein Wanderern vorbehalten bleiben. Als Alternative für Radler bleibt – wie auch ausgeschildert –, auf der Gindelalmstraße hoch zu treten und hinunter zu fahren.
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Nach dem Wunsch der Gemeinde Hausham soll zur Huberspitz der Serpentinenweg allein Wanderern vorbehalten bleiben. Als Alternative für Radler bleibt – wie auch ausgeschildert –, auf der Gindelalmstraße hoch zu treten und hinunter zu fahren.

Hausham – Auf dem Naturerlebnispfad am Serpentinenweg in Hausham sollen Familien den Wald entdecken können – und zwar in Ruhe. Daher will die Gemeinde dort das Radfahren verbieten.

Nicht zuletzt, weil derzeit der Naturerlebnispfad entlang des Serpentinwegs zur Huberspitz gebaut wird, war sich der Haushamer Hauptverwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung einig, dass Radfahrer auf dem Weg fehl am Platz sind. Daher soll eine Sperrung erwirkt werden, die auch rechtlich abgesichert ist. Nichtsdestotrotz will die Gemeinde Mountainbiker nicht vergraulen und zeigt sich für deren Bedürfnisse offen.

„Es gibt für mich keinen Grund, den Serpentinenweg mit dem Mountainbike zu befahren“, stellte Bürgermeister Jens Zangenfeind bei der Sitzung kurz und knapp fest und erntete dafür einhellige Zustimmung. Die aktuelle Beschilderung weist den Weg derzeit auch nur als Wanderweg aus. Jedoch werde immer wieder festgestellt, dass der auch von Mountainbikern genutzt werde. Da der Weg zum Teil sehr schmal ist, sei es daher schon zu der einen oder anderen brenzligen Situation gekommen.

Station mit Aussicht: Der Wanderweg vom Alpengasthof Glück Auf zum Huberspitz wird zum Naturerlebnispfad in Hausham.

Wie Alexander Beer vom Bauamt sagte, ist eine generelle Sperrung für Radfahrer derzeit aber nicht möglich, weil der Weg nicht gewidmet ist. Das Gremium beschloss daraufhin einstimmig, dass die Verwaltung prüfen soll, ob das nicht geändert werden kann. Bis dahin muss eine Beschilderung ausreichen, die klar kommuniziert, dass der Wanderer immer Vorrang hat. Ohnehin ist der Weg für Radler auf die Huberspitz über die Gindelalmstraße ausgeschildert.

Die Bedürfnisse der Mountainbiker wollte der Hauptausschuss nicht einfach beiseite wischen. Wie der Rathauschef sagte, entwickle die Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) derzeit ein Konzept dazu. Außerdem könnte sich Zangenfeind durchaus vorstellen, sich für eine offizielle Downhill-Strecke einzusetzen, die haftungstechnisch abgesichert ist, beaufsichtigt wird und mit den Grundstückseigentümern abgesprochen ist. Dazu aber erwarte er von den Radsportlern Eigeninitiative und vor allem Eigenverantwortung – beide Impulse vermisse er derzeit. hac

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