Ortsentwicklungsprogramm startet

Visionen für Hausham gesucht

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Kann sich die Naturfreundestraße in Hausham zum Ortszentrum entwickeln? Das Stadtplanungsbüro Dragomir wird Hausham genau unter die Lupe nehmen und Antworten geben.

Hausham - In Hausham werden Ideen gesammelt, wie sich die Gemeinde weiter entwickeln soll. Bereits am 12. Oktober, wenn das neue Rathaus eingeweiht wird, soll eine Befragung der Haushamer Bürger starten.

Das Stadtplanungsbüro Dragomir aus München hat die Aufgabe, ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Hausham zu erstellen. Projektleiterin Constanze Bock stellte den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung den Ablauf vor.

Es gilt, eine Vision für Hausham für die nächsten 15 bis 20 Jahre zu erarbeiten. Los geht es mit einer Bestandsaufnahme. Bürgermeister Jens Zangenfeind freut sich besonders, dass auch Konzepte vergangener Jahre einfließen werden und somit nicht verloren gehen. „Wir müssen nicht bei Null anfangen“, sagte er. Besonders beleuchtet werden soll die Entwicklung einer Ortsmitte, die Zurückstufung der Schlierseer Straße zur Gemeindestraße, aber auch der Förderturm.

Ganz wichtig ist Constanze Bock als Projektleiterin, die Bürger von Anfang an einzubeziehen. Es sollen möglichst viele Haushamer befragt werden. Eine erste Möglichkeit dazu wird der Tag der offenen Tür des neuen Rathauses am 12. Oktober sein. Aber auch während des eineinhalbjährigen Prozesses sollen die Bürger immer auf dem Laufenden gehalten werden. „Wenn man die Bürger mitnimmt, kommen am Ende bessere Sachen raus“, sagte Bock.

Gearbeitet wird in einem Steuerkreis aus höchstens 20 Personen: Vertreter aus der Verwaltung, dem Gemeinderat, der Regierung als Fördergeber, der Fachbehörden und der Bürgerschaft der Gemeinde Hausham. Erstellt werden ein Leitfaden und ein Maßnahmenkatalog mit einem Zeitrahmen für das Umsetzen und Herausarbeiten von Prioritäten. Am Ende folgt natürlich auch ein Abschlussbericht.

„Der Fokus wird auf dem Ortszentrum liegen“, sagte Bock. Aber auch Ortsteile wie Agatharied werden selbstverständlich nicht ausgeblendet. Ein förderfähiges Sanierungsgebiet jedoch kann niemals eine ganze Gemeinde sein. „Das Sanierungsgebiet muss so klein wie möglich gehalten werden“, erklärte die Projektleiterin. Die Missstände müssen für eine Förderung genau nachgewiesen werden. Das Entwicklungskonzept dagegen werde für das gesamte Gemeindegebiet erstellt.

Für den Bürgermeister ein wichtiges Thema ist auch die Verkehrssituation. „Wir müssen herausfinden, wo die Verkehrsströme sind“, sagte er. Außerdem möchte Zangenfeind gerne einen Teil der Tagesausflügler in Hausham halten und fürs Bergbaumuseum begeistern, falls das Projekt „Förderturm“ mithilfe von Fördergeldern umgesetzt werden kann. jw

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