Parkraum im Visier

Was Hausham beim Parken am Volksfestplatz plant

Nicht nur der Volksfestplatz wird von einigen als günstige Abstellfläche für allerlei Fahrzeuge und Gerätschaften genutzt. Dem will die Gemeinde Hausham jetzt entgegenwirken.
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Nicht nur der Volksfestplatz wird von einigen als günstige Abstellfläche für allerlei Fahrzeuge und Gerätschaften genutzt. Dem will die Gemeinde Hausham jetzt entgegenwirken.

Hausham – Hausham will mehr Ordnung am Volksfestplatz und weniger Großfahrzeuge im Ort. Wie das gehen kann, wurde jüngst im Hauptverwaltungsausschuss diskutiert.

In der jüngsten Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses diskutierten dessen Mitglieder über die Parkplatzsituation an drei neuralgischen Punkten in Hausham. Sauer stößt den Räten auf, dass der Volksfestplatz immer öfter als Abstellraum für Baufahrzeuge und Wohnwagen missbraucht wird sowie an der Alten Miesbacher und der Brentenstraße zum Teil monatelang Camper, aber auch Busse und Lastwagen abgestellt werden. Beides trage nicht zur Verkehrssicherheit bei. Ein Allheilmittel wurde nicht ersonnen, aber erste Schritte wurden getan.

Die Diskussion zur Parksituation am Volksfestplatz eröffnete Bürgermeister Jens Zangenfeind mit der Frage: „Wo wollen wir hier hin?“ Jeder hatte das derzeitige Bild vor Augen, das, wie in der Beschlussvorlage zu lesen war, ein wirres und unordentliches Bild abgebe. Schuld daran sind nach übereinstimmender Meinung Camper, Baufahrzeuge, Anhänger und abgestellte Wohnwagen. Zwar äußerte Zangenfeind Verständnis für Unternehmer, die ihren Mitarbeitern die Großfahrzeuge mit nach Hause geben, aber dann sollen die bitteschön auch dort abgestellt werden und nicht öffentliche Flächen in der ganzen Gemeinde zuparken. Nichts einzuwenden sei, sagte Zangenfeind, gegen Tagesausflügler, wobei der Volksfestplatz aber kein Campingparkplatz werden soll.

Einstimmig wurde beschlossen, dass die Verwaltung ein rechtssicheres Konzept erarbeiten soll, wie und von wem der Volksfestplatz künftig als Parkplatz genutzt werden darf. Wobei auf bauliche Maßnahmen möglichst verzichtet werden soll, um das Volksfest und andere Veranstaltungen nicht zu beeinträchtigen. Auch sollen die Pkw-Parkplätze, wie Thomas Danzer (SPD) anmerkte, für Anwohner und Gäste des Gewerkschaftshauses kostenfrei bleiben.

Ein ähnliches Bild zeigte der Rathauschef zur Alten Miesbacher Straße. Auch dort stehen Busse und andere Großfahrzeuge zum Teil monatelang und blockieren Parkplätze, die gerade bei Trauerfeiern am nahen Friedhof benötigt werden. Außerdem ergäben sich immer wieder gefährliche Situationen, weil bei der Einfahrt vom Müller am Kasten und dem Schmiedweg Sichtdreiecke von Großfahrzeugen verdeckt würden. Auch dort war sich das Gremium bewusst, dass diese zu verbannen, das Problem letztlich nur verlagern würde. „Aber“, sagte Bürgermeister Zangenfeind, „es hilft nichts, wir müssen handeln.“ Auch da gab der Ausschuss sein einstimmiges Einverständnis, dass ab der Einmündung zu Müller am Kasten Richtung Friedhof auf einer Länge von 25 Metern Parkverbot herrscht und im Anschluss nur noch kleinere Fahrzeuge abgestellt werden dürfen.

Auch die Brentenstraße wurde unter die Lupe genommen. Zwar wurde dort zwischenzeitlich eine Halteverbotszone eingerichtet, aber seitens der Verwaltung festgestellt, dass es in der nicht beschilderten Zone durch das Abstellen von Lkw, Bussen und Wohnwagen immer wieder zu Engstellen kommt, die nicht nur der Feuerwehr die Durchfahrt erschweren. Der Vorschlag war, den bisher nicht ausgeschilderten Bereich künftig mit einem eingeschränkten Halteverbot zu versehen.

Thomas Leidgschwendner (CSU) wollte diesen Weg nicht mitgehen. Da dort beiderseits Fußgängerwege verlaufen, aber kaum genutzt werden, schlug er vor, auf einer Seite diesen mit einer schrägen Kante zu versehen, damit Fahrzeuge darauf ausweichen können. Mehrheitlich entschied sich das Gremium dann aber für ein eingeschränktes Halteverbot. Wobei Bürgermeister Jens Zangenfeind versprach, die Situation an der Brentenstraße weiter zu beobachten und wenn nötig anzupassen.

Bei allen Diskussionen im Hauptverwaltungsausschuss war fraktionsübergreifend des Öfteren der Appell an die Besitzer von abgestellten Wohnwagen und Campern herauszuhören, dass diese doch bitte ihre Fahrzeuge auf eigenem Grund und Boden abstellen und dafür keine öffentlichen Flächen blockieren sollen. hac

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