Ein Drittel fürs Wasser

Hausham rechnet mit 2,47 Millionen Euro für Kanal- und Leitungsbau

Wasserversorgung in Hausham
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Eine gute Wasserversorgung lässt sich Hausham Einiges kosten. Rund 2,47 Millionen Euro hat die Gemeinde für Rohrleitungsbau und technische Geräte im Haushalt stehen.

Hausham – Die Gemeinde Hausham will weiter investieren. Rund 7,65 Millionen Euro sind 2021 geplant. Dafür muss bei einigen Projekten abgewägt werden.

Die Haushaltssatzung 2021 der Gemeinde Hausham sieht ein Gesamtvolumen in Höhe von gut 29,3 Millionen Euro vor. Darin sind Investitionen von rund 7,65 Millionen Euro geplant. Ziemlich genau ein Drittel – nämlich 2,47 Millionen Euro – werden für das Wasserwerk fällig. Planer Josef Schreder informierte den Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung über die größten Posten in der Aufstellung.

Mit zu den größten Brocken gehört laut Schreder die Verlegung des Bahnübergangs. In diesem Zug werden Leitungen entlang der Schlierseer Straße und Industriestraße bis zur Tankstelle neu verlegt. Ein Teil der Arbeiten ist bereits erfolgt. Insgesamt sind für diese Maßnahmen 530.000 Euro kalkuliert.

Vorgriff auf Baugebiet Abwinkl

Aufwendiger Rohrleitungsbau steht auch im Bereich Alpenstraße an, wo für die Erneuerung von Hausanschlüssen an die 115.000 Euro fällig werden. Im Vorgriff auf die Baumaßnahmen an der Huberbergstraße werden im unteren Bereich des Moosrainer Wegs außerdem ein Quell- und Schmutzwasserkanal für etwa 220.000 Euro gebaut.

Dann muss aus Hygienegründen der knapp 40 Jahre alte Hochbehälter an der Brentenspitz ausgetauscht werden. Geplant ist dort ein zweikammeriger Edelstahlbehälter, der auf einem Grundstück des Forstamts installiert werden und so ins Gelände integriert werden soll, dass lediglich noch eine Eingangstür zu sehen ist. Der Hochbehälter versorgt die höher gelegenen Anwesen in diesem Bereich. Für den Ersatz kalkuliert die Gemeinde 185.000 Euro ein. Damit aber überhaupt genügend Wasser in den Hochbehälter gepumpt werden kann, muss für rund 92.000 Euro das in die Jahre gekommene Überhebepumpwerk am Hochbehälter am Brenten ausgetauscht werden.

Im Bereich der Bahnhofstraße wurden bereits im Rahmen der Baumaßnahmen der Raiffeisenbank einige Leitungen neu verlegt. Wie Schreder erklärte, müssen, wenn die geplanten Umgestaltungsmaßnahmen im Bereich des Bahnhofsvorplatzes verwirklicht werden, Wasserleitungen neu geordnet werden. Ein Teil der Arbeiten ist bereits erfolgt. Der Rest wird vonstatten gehen, wenn es mit der Umgestaltung ernst wird.

Entwässerung des Pommerwegs zurückgestellt

Zurückgestellt wurden wegen der Bauarbeiten am Bahnübergang nötige Maßnahmen zur Entwässerung des Pommerwegs. Bereits vollzogen ist hingegen die neue Leitung für die Anton-Weilmaier-Schule. Dort wurde für 90.000 Euro in Absprache mit dem Landratsamt die alte PVC-Leitung außer Betrieb genommen, die in der Vergangenheit immer wieder für Schäden verantwortlich war.

Wie Bürgermeister Jens Zangenfeind nach dem Bericht Schreders feststellte, stehe außer Frage, dass die notwendigen Arbeiten trotz angespannter Haushaltslage natürlich gemacht würden: „Das sind in jedem Fall wichtige und gute Investitionen.“ hac

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