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kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Agatharied nach Sanierung wiedereröffnet

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(v.l.) Katharina Kopiecny, Josef Mederer und Michael Landgrebe
Geschäftsführerin Katharina Kopiecny, Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Chefarzt Michael Landgrebe freuen sich über die Wiedereröffnung der kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Agatharied. © Hacker

Hausham – Fast sechs Jahre hat es gedauert, doch nun ist die aufwendige Sanierung der kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Agatharied abgeschlossen. Mit positivem Effekt.

Die Zeit, in der Therapiegespräche bei Baulärm von bis zu 120 Dezibel geführt werden mussten, sind vorbei. Nach fast sechsjähriger Bauzeit im laufenden Betrieb wurde kürzlich die kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Agatharied im Rahmen einer Feierstunde wiedereröffnet. Wie Michael Landgrebe, Chef­arzt der Klinik, begeistert berichtete, zeigt die rund 7,8 Millionen teure und fast vollständig aus Eigenmitteln finanzierte Sanierung bereits viele positive Auswirkungen.

Hinter Patienten und Angestellten der Klinik liegen beschwerliche Jahre. Landgrebe, der auch ärztlicher Direktor des Klinikverbunds ist, ließ eine hässliche Zeit Revue passieren, bei der wegen des Baulärms Therapiegespräche und Mitarbeiterbesprechungen kaum möglich waren. Er erinnerte weiter: „Dann kam auch noch Corona.“

Zugang zu Garten für Geronto­psychologie

Das Ergebnis des Umbaus kann sich allerdings sehen lassen. Durch die aufwendigen Deckenschließungen der Zwischengeschosse entstand deutlich mehr Fläche, wodurch mehr Ruhe, Rückzugsmöglichkeiten und Räume für gemeinsame Aktivitäten entstanden. In Verbindung mit dem Zugang zum Garten für die Geronto­psychologie sind nun auch Therapien unter freiem Himmel möglich. Ergänzt wird das Konzept mit angenehmen Licht- und Farbreizen.

„Das Milieu macht etwas mit den Menschen“, ist sich Landgrebe sicher und belegte das mit einer deutlich zurückgegangenen Anzahl von Übergriffen von Patienten auf das Personal. Bis zu zwölf schwer erkrankte Patienten können außerdem in der neuen Intensivstation behandelt werden. Auf eine Fixierung soll dabei wo immer möglich verzichtet werden.

Bettenzahl von 108 auf 120 erhöht

Bezirkstagspräsident Josef Mederer erinnerte an die Anfänge der Klinik. So war es schon 1998 mit der Eröffnung der psychiatrischen Klinik des Bezirks Oberbayern in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses Agatharied Absicht, psychische Erkrankungen aus dem Stigma herauszuführen und die Zusammenarbeit der beiden Kliniken zu intensivieren. Das ist nach Mederers und Landgrebes Überzeugung über die Jahre so gut gelungen, dass heute wohl über einen gemeinsamen Eingang der beiden Häuser gar kein Diskussionsbedarf mehr bestehe.

Vorständin Margitta Borrmann-Hassenbach hob hervor, dass mit der nur moderaten Erhöhung der auf sechs Stationen verteilten Bettenzahl von 108 auf 120 auch an das Personal gedacht wurde. Außerdem trage das neue Ambiente Früchte bei den Therapien: „Wir sind mit dem Umbau dem wichtigen Ziel einen guten Schritt näher gekommen, dass die Patienten erst gar nicht in der Klinik bleiben müssen, sondern in ihrem häuslichen Umfeld leben können.“ hac

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