Gesundheitszentrum am Bahnhof

Hausham bekommt ein Vorzeige-Medizinhaus

Den Startschuss für das neue Gesundheitszentrum gaben (v.l.): Birgitta Seemüller, Harald Müller (Geschäftsführer Hans Holzer Baugesellschaft), Jens Zangenfeind, Manfred Gasteiger, Architekt Joachim Staudinger und Michael Brünner (Geschäftsführer Ingenieurbüro EST).
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Den Startschuss für das neue Gesundheitszentrum gaben (v.l.): Birgitta Seemüller, Harald Müller (Geschäftsführer Hans Holzer Baugesellschaft), Jens Zangenfeind, Manfred Gasteiger, Architekt Joachim Staudinger und Michael Brünner (Geschäftsführer Ingenieurbüro EST).

Hausham – Ein weithin sichtbares und neues Kapitel der Raiffeisenbank im Oberland und der Gemeinde Hausham wurde am Montag mit dem Spatenstich für das neue Gesundheitszentrum aufgeschlagen.

Wie Manfred Gasteiger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bankhauses, bei der Feierstunde sagte, investiert die Raiffeisenbank rund 14 Millionen Euro und baut damit ein Ensemble aus drei Häusern, einer Tiefgarage für rund 100 Autos und E-Ladesäulen. Erfreulich ist, dass alle bisherigen Mieter mit an Bord bleiben und durch die deutlich größere Nutzfläche von etwa 4500 Quadratmeter des Neubaus sogar noch zusätzliche medizinische Praxen einziehen. 

Dass das neue Gesundheitszentrum gebaut wird, ist, wie Gasteiger gut gelaunt anmerkte, nicht zuletzt der Beharrlichkeit von Mieterin und Apothekerin Birgitta Seemüller zu verdanken. Sie monierte vor gut 15 Jahren, dass ihre Geschäftsräume zu klein sind und ließ darin auch nicht nach. Wie sie verriet, habe sie aber nie daran gedacht, aus Hausham wegzugehen. Ob sie das in der Vergangenheit gegenüber ihrem Vermieter auch sagte, blieb aber unausgesprochen. Letztlich zahlte sich ihre Hartnäckigkeit aus und die Raiffeisenbank im Oberland begann mit den Planungen eines neuen Gebäudes. Allerdings deutlich zu bescheiden, wie Seemüller bemängelte. Schließlich legte der Bauherr nach und machte Nägel mit Köpfen. Wie Gasteiger und Seemüller unisono sagten, entsteht jetzt ein Gesundheitszentrum, das qualitativ und quantitativ auf Höhe des Atriums in Holzkirchen oder des Medicums Tegernsee in Rottach-Weissach ist. Wie Gasteiger sagte, freue er sich besonders, dass trotz der Verzögerung bei der Planung alle bisherigen Mieter bei der Stange geblieben sind. Durch die erheblich größere Nutzfläche konnten bisher zudem vier weitere namhafte medizinische Praxen und ein Pflegedienst als neue Mieter gewonnen werden. 

Bürgermeister Jens Zangenfeind dankte der Raiffeisenbank im Oberland für die Investition, die die medizinische Versorgung der Bürger im Ortszentrum langfristig sicherstellt und daneben sogar noch einige öffentliche Parkplätze schafft. Wie er noch mit einem Augenzwinkern anmerkte, freue er sich außerdem sehr, dass auch die Rechtsanwaltskanzlei Baltzer in größere Räume mit umzieht: „Da habe ich gelernt, und falls ich einmal nicht mehr gewählt werde, würde ich da gerne wieder anfangen.“ Daraus soll aber, wie der Raiffeisenbank-Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Lechner dazwischenfuhr, nichts werden: „Nix da, du bist in der Politik besser aufgehoben.“ Eine Frage zur Zukunft stellte Lechner aber dann doch, als er wissen wollte, wann denn das Gesundheitszentrum eröffnet wird. Dazu meinte Gasteiger: „Eigentlich wollten wir ja keinen Termin nennen, aber unser Ziel ist Herbst 2021.“     hac

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