Letzte Einwände vorgebracht

Hausham stimmt Bebauungsplan für Wohnprojekt am Huberspitz zu

Huberspitzweg in Hausham
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Entlang dem Huberspitzweg in Hausham kann gebaut werden. Zur Schlierach hin bleibt ein rund 20 Meter breiter Grünstreifen, um beispielsweise Begegnungsplätze zu schaffen.

Hausham – Erneut hat sich der Gemeinderat Hausham mit dem Projekt „Wohnen für Familien am Huberspitzweg“ befasst. Der Bebauungsplan steht.

Nachdem der Bebauungsplan Nr. 41 „Wohnen für Familien am Huberspitzweg“ zum dritten Mal ausgelegt worden ist, haben die Haushamer Gemeinderäte diesen jüngst mit einer Gegenstimme als Satzung beschlossen. Bedenken von Bürgern, wonach die Bebauung zu einem Engpass bei Kinderbetreuungsplätzen führe, teilte das Gremium mehrheitlich nicht. Für die beiden Mehrfamilienhäuser folgten die Planer der Auflage des Landratsamtes, die Wandhöhe von 9 auf 8,60 Meter zu reduzieren.

Wie das Landratsamt Miesbach der Gemeinde mitteilte, sei es aus städtebaulicher Sicht nicht wünschenswert, dass die umliegende Baumasse wie etwa des Gewerkschaftshauses in dem neuen Baugebiet fortgeführt wird. Wie Bauamtsleiterin Petra Sperl sagte, wurde die daraus folgende Empfehlung, die Wandhöhe auf genehmigungsfähige 8,60 Meter zu verringern, dann auch unverzüglich eingearbeitet. Bürgermeister Jens Zangenfeind meinte, dass sich die beiden Mehrfamilienhäuser dadurch optisch geschmeidig einfügen würden, trotzdem dreigeschossig bleiben könnten und somit bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden könne.

Die Bedenken eines Bürgers, wonach durch diese soziale Ausrichtung des Projekts die Versorgung von Kinderbetreuungsplätzen und Begegnungsplätzen in Abwinkl zu kurz kommen würden, wurden von Harda von Poser (Grüne) geteilt: „Wir bauen und bauen, aber denken wir das auch zu Ende? Ich habe mit den zwei Häusern ein bisschen Bauchgrimmen.“ Diese Einschätzung teilte Zangenfeind nicht: „Wir freuen uns auf Kinder und haben das natürlich auch bedacht.“

Das sah auch Michael Ertl (SPD) so. Als Referent für Schulen und Kindergärten meinte er: „Wir haben noch Plätze frei und Luft nach oben. Es muss also nichts zusätzlich geschaffen werden.“ Zu den Begegnungs- und Spielplätzen waren sich Zangenfeind und Ertl einig, dass auf dem rund 20 Meter breiten Grünstreifen, der zwischen der Schlierach und dem östlich gelegenen Wohnhaus bleibt, einiges in diese Richtung möglich sei.

Geprüft werde noch, ob sich die Tiefgaragen für die Mehrfamilienwohnhäuser auf die Fließrichtung des Grundwassers auswirken. Die Gemeinde folge damit der Nachfrage eines Anwohners, der darin eine eventuelle Gefahr für die Betriebssicherheit seiner Grundwasserwärmepumpe sieht. hac

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