Im Gemeinderat vorgestellt

Auf diese Weise will Hausham seine Ortsmitte aufwerten

Für das neue Haus der Gesundheit wird der Bestandsbau in Richtung Recyclinghof erweitert. Mit dem so entstehenden Ensemble und dem zeitgleich verlegten Bahnübergang sieht der Gemeinderat neben einer Verbesserung der medizinischen Versorgung gute Gestaltungsmöglichkeiten für eine attraktive Ortsmitte.
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Für das neue Haus der Gesundheit wird der Bestandsbau in Richtung Recyclinghof erweitert. Mit dem so entstehenden Ensemble und dem zeitgleich verlegten Bahnübergang sieht der Gemeinderat neben einer Verbesserung der medizinischen Versorgung gute Gestaltungsmöglichkeiten für eine attraktive Ortsmitte.

Hausham – Die Ortsmitte in Hausham soll aufgewertet werden. Das ist eng verwoben mit dem Projekt Haus der Gesundheit. Dafür ist nun ein Zeitplan im Gemeinderat vorgestellt worden.

Noch im April soll mit den Baumaßnahmen für das neue Haus der Gesundheit am Bahnhofsgelände in Hausham begonnen werden. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Ärztehaus im Juli 2021 eröffnen. Diesen Zeitplan haben kürzlich Vertreter der Raiffeisenbank Miesbach und des Architekturbüros Staudinger bei einer öffentlichen Gemeinderatssitzung vorgestellt. Damit wird die Gemeinde zu der Verlegung des Bahnübergangs eine weitere Baustelle im Bereich der Schlierseer Straße bewältigen müssen. Beide Projekte sollen letztlich dazu dienen, die Ortsmitte deutlich aufzuwerten und zu etablieren.

Die ärztliche Versorgung in Hausham ist durch das nahe Krankenhaus ohnehin schon ausgezeichnet. Mit dem neuen Haus der Gesundheit dürfte sie noch besser werden. Stand heute werden in das Gebäude Hausarztpraxen, ein Orthopäde, eine internistische Praxis und eine Physiotherapie einziehen. Welche Ärzte oder Pflegeeinrichtungen in die noch freien Praxisflächen einziehen, soll sich in den nächsten Monaten klären. Bereits fix ist, dass in dem Komplex die Apotheke vergrößert und eine Tagespflegeeinrichtung einziehen wird.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich noch im April von der Seite des Bestandsgebäudes her beginnen. Im August soll im Bereich des jetzigen Park-&-Ride-Parkplatzes mit dem Aushub für die Tiefgarage begonnen werden. Die Parkplätze werden in der bestehenden Anzahl erhalten, rücken aber in Richtung Recyclinghof. Ebenso werden Radabstellplätze in ausreichendem Umfang erhalten bleiben.

Künftig müssen allerdings Sperrmüll und Bauschutt am Brenten entsorgt werden. Bei Abwägung der Interessen kam der Gemeinderat zu dem Entschluss, dass der Ausbau der medizinischen Versorgung ein größeres Gewicht haben muss, als die Möglichkeit, zu Fuß Sperrmüll zu entsorgen. „Es dürfte sich ohnehin so verhalten, dass kaum jemand Bauschutt, Sperrmüll oder Elektrogeräte zu Fuß zum Recyclinghof bringt“, stellte Bürgermeister Jens Zangenfeind fest.

Mit dem Haus der Gesundheit und der zeitgleichen Verlegung des Bahnübergangs wird nach Einschätzung des Gemeinderates der Bahnhofplatz deutlich aufgewertet. Da im Zuge der Verlegung des Bahnübergangs die Schlierseer Straße in eine Ortsstraße abgestuft wird, denkt der Gemeinderat hier außerdem über verkehrsberuhigende Maßnahmen nach. Damit könnte die Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Fahrradfahrer weiter verbessert werden. Mit der Schlierseer Straße, der Alten Tegernseer Straße und der Tegernseer Straße würde so ein zusammenhängendes Areal als eine neue Ortsmitte entstehen. Ein entsprechendes gastronomisches Anbot soll außerdem zum Verweilen einladen. Dazu passt, dass im Erdgeschoss des Hauses der Gesundheit nach dem Willen der Raiffeisenbank Miesbach auch eine Art Cafeteria einziehen soll.

Der Rathauschef sieht in dem neuen Projekt eine echte Bereicherung für die Haushamer Bürger: „Wir sichern den Standort für die Allgemeinmedizin und Fachärzte. Ebenso ist die Tagespflegeeinrichtung eine wirkliche Erleichterung für pflegende Angehörige.“ Zuversicht strahlte Zangenfeind auch in Sachen Attraktivität des neuen Areals rund um den Bahnhof aus: „Eine Ortsmitte schafft man nicht von heute auf morgen, aber wir arbeiten daran.“

Recyclinghof zieht zum Brenten

Mit dem Bau des Hauses der Gesundheit braucht der Haushamer Recyclinghof einen neuen Standort. Er zieht zur Kompostieranlage des Vivo-Kommunalunternehmens am Brenten. Im Sommer ist es soweit, der Umzug ist für Juli ins Auge gefasst. Danach soll es am Brenten ein identisches Entsorgungsangebot wie jetzt am bestehenden Recycling­hof geben.

Dort soll ein großer Containerstellplatz für Altglas, Leichtverpackungen und Altkleider bestehen bleiben, voraussichtlich am nördlichen Ende des Geländes. Die Vivo würde auch weitere Entsorgungsmöglichkeiten mit zusätzlichen Containerstellplätzen anbieten. Allerdings bräuchte das Kommunalunternehmen dafür erst passende Flächen und ist also darauf angewiesen, welche angeboten zu bekommen. hac; ft

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