Höhere Förderung ist üblich

Musikschule Schlierach-Leitzachtal hofft auf größere Unterstützung der Gemeinden

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Markus Eli, Leiter der Musikschule Schlierach-Leitzachtal, wünscht sich eine höhere Förderung durch die Kommunen.

Hausham/Landkreis – „Wir haben eine solide Finanzplanung“, macht Markus Eli von der Musikschule Schlierach-Leitzachtal klar. Und doch ist das Konto nicht üppig gefüllt. Eli, der die Leitung der Einrichtung im vergangenen Jahr übernahm, hofft auf größere Unterstützung durch die Kommunen. Da liegt die in Hausham beheimatete Musikschule nämlich im oberbayerischen Vergleich an vorletzter Stelle. Elis Ziel ist es, „zumindest auf den Durchschnitt zu kommen“.

In der Regel für drei Jahre legen die Gemeinden – beteiligt sind Hausham, Miesbach, Schliersee, Fischbachau, Bayrischzell, Irschenberg, Gmund und Weyarn – ihre Zuschüsse fest. Während Miesbach Ende vergangenen Jahres die Förderung von 100 auf 150 Euro je Kind aus der Stadt erhöhte, steht in Fischbachau die Entscheidung noch aus. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung keinen Beschluss gefasst, sondern forderte von der Musikschule genauere Informationen zur Finanzierung.

„Zuschüsse für Verbandsschulen sind normal“, sagt Eli. Für seine Einrichtung fallen diese aber „weit unterdurchschnittlich“ aus. Der Anteil der Förderung an den Unterrichtsstunden beläuft sich auf knapp 14 Prozent. Darunter liegt in Oberbayern nur eine Verbandsmusikschule mit knapp zehn Prozent. Bei den Spitzenreitern hingegen macht der Förderanteil sogar gut die Hälfte aus. Früher stellte die Kreissparkasse großzügig Mittel für die Musikschule Schlierach-Leitzachtal zur Verfügung. Jetzt beläuft sich das Sponsoring nur noch auf die mietfreie Nutzung der Räume in Hausham. „Mittlerweile müssen wir auch die Nebenkosten zahlen“, erklärt Eli. Die nach dem Rückzug der Kreissparkasse anfänglich recht hohe Spendenbereitschaft hat sich wieder auf das Normalmaß eingependelt. Die zweite Säule der Finanzierung sind die Unterrichtsgebühren, die dritte eben die Zuschüsse. Dabei wirken sich die kommunalen Mittel auf die Höhe des Staatszuschusses. Hausham besetzt mit 240 Euro je Kind die Spitzenposition, Miesbach avancierte zur Nummer zwei. Wie wichtig die Unterstützung ist, machte Udo Konrad, Schatzmeister der Musikschule, dem Miesbacher Stadtrat deutlich. „Uns wird ganz schlecht, wenn wir mal ein Klavier kaufen müssen.“ Allein die Personalkosten der Einrichtung belaufen sich auf mehr als 500.000 Euro, erklärte Konrad. Die Musikschule hat 24 Mitarbeiter, davon zwei in Vollzeit. Alle Musiklehrer sind festangestellt, haben ein Musikstudium abgeschlossen. Sie unterrichten derzeit zirka 700 Schüler und bieten fast alle nur erdenklichen Instrumente an. Voraussetzung für eine staatliche Förderung ist neben vielen anderen „Unterricht nach Lehrplan“, wie Eli erklärt. Und wer ein Instrument zu spielen gelernt hat, kann seine Fähigkeiten dann gleich in einem der Ensembles der Musikschule unter Beweis stellen.

Die hohen Anforderungen an eine Verbandsmusikschule zu erfüllen und das umfangreiche Angebot aufrecht zu erhalten, wäre mit höherer kommunaler Unterstützung einfacher. Eins kommt für Eli nicht infrage: „Die Unterrichtsgebühren zu erhöhen, das wollen wir auf alle Fälle vermeiden.“

ft

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