Fast 15.000 Unterstützer

Hölscher übergibt Unterschriften gegen die Wasserschutzzone an Bürgermeister

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Stimmungsbild gegen die Ausweitung der Wasserschutzzone: Gisela Hölscher (l.) übergab im Miesbacher Ratghaus 14.827 Unterschriften an Bürgermeisterin Ingrid Pongratz und ihre Amtskollegen Andreas Hallmannsecker (Valley) und Klaus Thurnhuber (Warngau).

Miesbach/Landkreis – Mit dicken Ordnern im Gepäck ist Gisela Hölscher kürzlich ins Miesbacher Rathaus gekommen. Während Hölschers Kandidatur für den Landtag hat die Waakirchner Gemeinderätin (Freie Wähler) auch Unterschriften gegen die Neuausweisung der Wasserschutzgebietszone Thalham-Reisach-Gotzing gesammelt. „Ich war selbst überwältigt, wie das Fahrt aufgenommen hat“, erzählte sie. 14.827 Bürger haben sich in Hölschers Listen eingetragen. Diese hat sie an Bürgermeisterin Ingrid Pongratz und deren Amtskollegen aus den ebenfalls betroffenen Kommunen Warngau und Valley, Klaus Thurnhuber und Andreas Hallmannsecker, übergeben.

Hölscher engagiert sich mitunter in der Initiative Heimatwasser und hat im Wahlkampf den jetzigen Vize-Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger nach Miesbach gelotst, um sich des Themas anzunehmen. „Wie wichtig es den Menschen ist“, lasse sich an der Vielzahl der gesammelten Unterschriften festmachen, findet Hölscher. Die Aktion habe eine erstaunliche Eigendynamik entwickelt. So haben Bürger „angefangen selbst zu sammeln und mir die Listen dann zugeschickt“, berichtete Hölscher.

„Das Interesse am gesamten Verfahren ist sehr groß“, weiß Pongratz. Für Hölscher sind die Unterschriften auch eine moralische Unterstützung für die Gegner der Schutzzonenerweiterung. Eine rechtliche Relevanz besteht nicht. Landrat Wolfgang Rzehak, eigentlicher Adressat des Stimmungsbilds, habe „kein Interesse“ gezeigt, die Unterschriften entgegenzunehmen, weil sie für das Verfahren keine Bedeutung haben.

Die Rathauschefs hingegen werten die Sammlung als Zeichen, dass die Interessen der Bürger berücksichtigt werden sollen. „Wir haben eine Politikverdrossenheit“, sagte Pongratz. Nun sei Bürgernähe gefragt. „Es geht um eine Grundversorgung“, machte Hallmannsecker die Bedeutung klar. „Das ist nicht das Thema von ein paar Bauern“, erklärte Thurnhuber, „es geht um mehr“.

Mit den Unterschriften ist ein Stimmungsbild im Landkreis festgehalten, die Listen sind unterdessen bereits dem Schredder geweiht. Hölscher wird sie aus Datenschutzgründen einem Anwalt zur Vernichtung übergeben. Die Kosten wird Hölscher übernehmen.ft

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