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Abstimmung über Holzkirchner Bauprojekt Winklbauer Höfe

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Bahnübergang am Valleyer Weg in Holzkirchen
Das Thema Erschließung über den zeitweise bis zu zehn Minuten geschlossenen Bahnübergang und die von neuen Bewohnern der Winklbauer Höfe geforderte Autoverzichtserklärung werden das Projekt in Holzkirchen wohl noch weiter begleiten. © Hacker

Holzkirchen – Das Wohnprojekt „Winklbauer Höfe“ in Holzkirchen nimmt weiter Form an. Die Pläne lagen öffentlich aus. Stellungnahmen wurden aber nicht öffentlich.

Die Quest AG plant auf dem rund 7.350 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Valleyer Weg/Angerstraße in Holzkirchen ein Wohnquartier. Der Flächennutzungsplan sieht dort schon länger vor, nachzuverdichten und neuen Wohnraum zu schaffen. Dazu wurde ein Bebauungsplan neu aufgestellt. In ihrer Sitzung stimmten die Marktgemeinderäte Mitte Mai über die dazu eingegangenen Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit ab. Deren Inhalt kannte zwar das Gremium. Die Sitzungsbesucher erfuhren darüber allerdings nichts.

„Sie können versichert sein, dass wir speziell die Bedenken der Bürger sehr ernst genommen haben und wir uns selten so intensiv mit einem Bebauungsplan auseinandergesetzt haben wie mit diesem“, erklärte Bürgermeister Christoph Schmid nach der Abstimmung in Richtung der teilweise verdutzten Zuhörer.

Dem voraus ging ein kurzes Statement von Isabella Britze vom Bauamt, in dem sie lediglich die Beschlussvorschläge zu den Einlassungen in zusammengefasster Form, aber keine konkreten Bedenken oder Anmerkungen aus der Bürgerschaft vortrug. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, dass die Verwaltung die notwendigen verkehrsrechtlichen Anordnungen überprüfen und darlegen soll.

Gegen die Stimmen von Josef Sappl sen. und jun. (beide CSU) wurde die Verwaltung zudem beauftragt, das Verfahren inklusive Stellplatzreduktion um 55 Prozent, Mobilitätskonzept und Autoverzichtserklärung weiterzuführen. Die beiden Gemeinderäte, die da schon dagegen gestimmt hatten, unterstützten außerdem nicht die Bebauungsdichte mit 60 bis 80 Wohneinheiten sowie die Abstände der Bebauung zu den Grundstücksgrenzen.

Diese Art, derlei Stellungnahmen zu einem Bauprojekt in einer öffentlichen Sitzung zu behandeln, war eine Premiere, wie Bürgermeister Christoph Schmid sagte: „In der Form haben wir das tatsächlich bisher noch nie gemacht.“ hac

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