Dennoch gute Aussichten

Mehr Arbeitslose: Quote steigt wegen Corona-Krise auf 3,4 Prozent

Die Agentur für Arbeit in Holzkirchen ist für den Landkreis Miesbach zuständig.
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Die Agentur für Arbeit in Holzkirchen ist für den Landkreis Miesbach zuständig.

Landkreis – Mehr Arbeitslose hat es wegen der Corona-Krise auch im vergangenen Monat wieder gegeben. Die Quote steigt auf 3,4 Prozent. Dennoch gibt es gute Aussichten.

Die Corona-Krise macht sich immer mehr auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar – auch im Landkreis Miesbach. So ist die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Monat erneut gestiegen, wie die Agentur für Arbeit in Rosenheim berichtet.

Derzeit sind im Landkreis Miesbach 1.865 Bürger ohne Arbeit. Dies entspricht einer Quote von 3,4 Prozent. Zum Vergleich: Im Vormonat hat der Wert bei 3,2 Prozent gelegen, im Mai 2019 bei 1,9 Prozent. So sind 1.388 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet – 68 mehr als im Vormonat. 477 SGB-II-Kunden – und damit 62 mehr als im Vormonat – werden vom Landkreis Miesbach als zugelassenem kommunalem Träger betreut. Insgesamt kümmert sich das Jobcenter um 1.214 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 961 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

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„Die Corona-Pandemie hat das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben von Mitte März bis Mitte Mai stark beeinflusst und auch auf dem Arbeitsmarkt deutliche Spuren hinterlassen“, sagt Michael Vontra, Geschäftsführer des operativen Geschäfts der Agentur für Arbeit Rosenheim, die auch für den Landkreis Miesbach zuständig ist. „Im vergangenen Monat, der den Betrachtungszeitraum vom 15. April bis 14. Mai umfasst, ist die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Rosenheim, der die Stadt und den Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, um 840 Personen angestiegen. Im April hatte sich der Wert noch um 1.940 Betroffene erhöht. Vorsichtig formuliert, können wir deshalb von einem Abflachen des Anstiegs der Arbeitslosenzahl auf hohem Niveau sprechen.“

Zum Stichtag waren bei der Agentur für Arbeit Rosenheim 10.670 Arbeitslose gemeldet – 3.980 Personen oder knapp 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. „Am deutlichsten ist der Anstieg im Vergleich zum Mai 2019 in den Berufshauptgruppen Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe, Lebensmittelherstellung und -verarbeitung, Verkaufsberufe, Unternehmensführung, -organisation und Verkehr, Logistik“, erklärt Vontra. „All diese Bereiche waren und sind mittel- oder unmittelbar vom Lockdown durch die Corona-Pandemie betroffen.“ Teilweise zeige sich bereits jetzt, dass die Arbeitslosenzahl in diesen Wirtschaftsklassen zurückgehe, da Geschäfte und Betrieben im Hotel- und Gaststättengewerbe in den vergangenen Wochen schrittweise wieder öffnen konnten. „Wir hoffen, dass sich dieser Effekt weiter fortsetzt“, sagt Michael Vontra.

Auf dem Ausbildungsmarkt suchen aktuell noch 1.190 Jugendliche für den Herbst eine Lehrstelle – 110 weniger als vor einem Monat. Dem gegenüber stehen 1.600 noch unbesetzte Stellen. ksl

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