Onlineumfrage gestartet

Holzkirchen sammelt Ideen für neues Bahnhofsareal - und jeder kann mitmachen

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Florens Hintler (v.l.), Olaf von Löwis und Matthias Burgbacher versprechen sich von der Bürgerbefragung gute Ideen für das neue Bahnhofsareal. Bei der Auftaktveranstaltung konnten die Holzkirchner direkt erste Vorschläge machen.

Holzkirchen - Die Marktgemeinde hat eine Umfrage zum Bahnhofsareal gestartet. Bis Ende November werden Ideen gesammelt.

Das wenig einladende Bahnhofsareal in Holzkirchen soll in mehreren Schritten bis 2026 komplett neu gestaltet werden. Dazu wird es einen städtebaulichen Wettbewerb geben, für dessen Kriterien auch die Meinung der Holzkirchner gefragt ist. Den Dialog hat die Marktgemeinde kürzlich mit einer Auftaktveranstaltung im Oberbräu-Saal gestartet. Dabei haben Bürgermeister Olaf von Löwis, Marktbaumeister Florens Hintler und Matthias Burg­bacher vom Büro Plan Kooperativ den rund 200 Interessierten erklärt, worum es geht und was sie sich von der Bürgerbeteiligung versprechen.

Rund 16.000 Menschen bevölkern täglich den Holzkirchner Bahnhof. Das in die Jahre gekommene Areal ist allerdings keine Augenweide mehr. Mit einer groß angelegten Kampagne soll sich das bis 2026 ändern und das Bahnhofsareal ein Aushängeschild für moderne Mobilität und hohe Aufenthaltsqualität werden.

Nachdem bereits mit den direkten Anliegern gesprochen wurde, folgt jetzt die Beteiligung aller Bürger. Begleitet wird dieser Prozess von der Firma Plan Kooperativ. Wie deren Geschäftsführer Matthias Burgbacher erklärte, sind für eine gelungene und akzeptierte Umgestaltung die Ortskenntnisse und Bedürfnisse aller Bürger ein unverzichtbarer Beitrag.

Ab sofort können sich die Holzkirchner daher unter anderem dazu äußern, wie etwa der Bahnhofsbereich aufgewertet werden kann, ob es ein Platz oder eine Durchfahrt sein soll, ob es mehr Parkplätze braucht oder welche Angebote insgesamt fehlen. Wie Hintler erklärte, steht dabei auch nicht unbedingt der Erhalt des Bahnhofsgebäudes im Vordergrund. Vielmehr sehe er beispielsweise eine zweite Unterführung oder ein Parkhaus auf der Erlkamer Seite als vordergründig wichtiger.

„Was wir aber nicht wollen, ist eine Konkurrenz für den Einzelhandel im Ortszentrum und an der Münchner Straße“, betonte Hintler. Denkverbote oder ein finanzielles Limit gebe es für die Ideen keine. „Wir nehmen erst einmal alles auf, dann schauen wir, was geht und was nicht“, versprach Bürgermeister von Löwis.

Bis zum 23. November ist das Internetportal freigeschaltet. Neben eigenen Kommentaren können auch bereits veröffentlichte Meinungen und Beiträge per Like-Button unterstützt werden. Im Februar wird dann das Ergebnis dem Marktgemeinderat vorgestellt.

Danach wird entschieden, welche Ideen und Vorschläge daraus in die Kriterien für den städtebaulichen Wettbewerb einfließen sollen. Aufrufbar ist das Portal für die Bürgerbeteiligung online.

Nachdem der Beteiligungsprozess am vergangenen Mittwoch vorgestellt worden war, entwickelte sich bereits eine angeregte Diskussion unter den Anwesenden und Mitarbeitern der Marktgemeinde sowie der Firma Plan Kooperativ. Erste Vorschläge konnten auch gleich auf Zettel niedergeschrieben und an eine der sechs großen Themenschautafeln geheftet werden. hac

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