Noch mehr neue Züge

BOB startet in neue Zukunft im Oberland

Nun ist die neue Flotte der Bayerischen Oberlandbahn zwischen München und dem Landkreis Miesbach komplett.
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Nun ist die neue Flotte der Bayerischen Oberlandbahn zwischen München und dem Landkreis Miesbach komplett.

Holzkirchen – Die vorerst letzten neuen Züge für die Bayerische Oberlandbahn sind im Einsatz. Das Unternehmen hofft auf einen Quantensprung im Landkreis Miesbach.

Seit Mitte Juni verkehren im Netz Oberland anstatt Talent-Zügen die neuen Lint-Modelle. Nun wurden die in die Jahre gekommenen 17 Integral-Züge ausgetauscht und durch weitere Neufahrzeuge ersetzt. Somit ist die neue Flotte im Oberland komplett, bis im Dezember sechs weitere Fahrzeuge hinzukommen.

Auf diesen Moment hat die Bayerische Oberlandbahn lange hingearbeitet und am Sonntag (26. Juli) war es soweit: Seit den frühen Morgenstunden verkehren im Oberlandnetz zwischen München über Holzkirchen nach Lenggries, Tegernsee und Bayrischzell die brandneuen Fahrzeuge des Typs Alstom Coradia Lint54. Nachdem bereits im Juni die Talent-Züge ausgetauscht worden waren, hieß es nun, den Integral-Zügen zum Abschied leise „Servus“ zu sagen. Der eine oder andere mag den in die Jahre gekommenen Triebzügen, die seit 1998 im Einsatz waren, ein wenig nachtrauern. Angesichts der vielen Vorzüge der Neufahrzeuge wird die Wehmut jedoch schnell in Freude umschlagen.

„Wir sind sehr froh, dass der kleine Flottentausch am 14. Juni und jetzt der vollständige am 26. Juli gut geklappt haben, werden aber noch kleinere Anpassungen in den betrieblichen Abläufen vornehmen, damit sich der Betrieb mit den neuen Fahrzeugen noch besser einspielt“, sagt Fabian Amini, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn. „Jeder einzelne von uns hat auf diesen Tag hin gearbeitet und gefiebert, damit wir unseren Fahrgästen endlich wieder zeitgemäße und qualitativ hochwertigere Mobilität im Oberland bieten können.“

Die neuen einheitlichen Fahrzeuge der Bayerischen Oberlandbahn können beliebig gekuppelt werden. Ein klarer Vorteil bei Betriebsstörungen.

Neben einer deutlich besseren technischen Zuverlässigkeit bieten die Fahrzeuge unter anderem großzügige Mehrzweckbereiche, ein deutlich ruhigeres und leiseres Fahrgefühl, große Panoramafenster, moderne Klimaanlagen und Gratis-WLAN. Dank der nun einheitlichen Flotte können künftig alle Fahrzeuge im Oberland flexibel miteinander gekuppelt werden, sodass bei betrieblichen Störungen flexibler reagiert werden kann, als dies bisher möglich war. Die Fahrzeuge des gleichen Typs sind seit Dezember 2018 bereits im Netz Ostallgäu-Lechfeld in Betrieb, einem Netz, das im BEG-Serviceranking Qualität derzeit den Platz 15 von 31 belegt und mit einer Durchschnittspünktlichkeit von über 97 Prozent unterwegs ist.

Auch wenn die infrastrukturellen Voraussetzungen und betrieblichen Anforderungen im Oberland-Netz nach wie vor herausfordernd bleiben, erwartet sich die Bayerische Oberlandbahn mit dem Flottentausch nicht nur einen Quantensprung in Angebot und Komfort, sondern auch deutliche Verbesserungen in der Zuverlässigkeit. Dazu werden spätestens zum Fahrplanwechsel im Dezember auch die weiteren sechs Neufahrzeuge beitragen, die durch den Freistaat Bayern und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Schienenpersonennahverkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, ermöglicht wurden. ksl

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