Zuverlässig und komfortabel

Auftakt zum Flottentausch: 25 neue Züge für die Oberlandbahn

Echt und als Modell: Über die neuen Lint-Züge freuen sich Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (r.), Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Landrat Olaf von Löwis (l.) und sein Tölzer Kollege Josef Niedermaier.
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Echt und als Modell: Über die neuen Lint-Züge freuen sich Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (r.), Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Landrat Olaf von Löwis (l.) und sein Tölzer Kollege Josef Niedermaier.

Holzkirchen – Weniger Zugausfälle, mehr Pünktlichkeit, längere Züge und zusätzliche Verbindungen bei der Oberlandbahn sollen auf der Schiene erreicht werden. 25 neue Züge machen es möglich.

„Wie der leise einfährt“ – Ilse Aigner war beeindruckt, als der Lint auf Gleis 1 des Holzkirchner Bahnhofs einrollte. Neben der Landtagspräsidentin warteten dort am Montagvormittag (25. Mai) Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und zahlreiche weitere Gäste, um bei der Vorstellung der neuen Fahrzeuge dabei zu sein. Sie sollen eine ganze Reihe von Verbesserungen für den Schienenverkehr im Oberland bringen.

Weniger Zugausfälle, mehr Pünktlichkeit, längere Züge und zusätzliche Verbindungen versprach Ministerin Schreyer. Die ersten von zunächst 25 neuen Fahrzeugen des Typs Lint werden ab 14. Juni auf den Strecken zwischen München und Bayrischzell, Tegernsee sowie Lenggries fahren. Im ersten Schritt ersetzen sie die Talente, im zweiten Schritt des Flottentauschs werden die Integrale ausgemustert.

Bayerischen Oberlandbahn startet mit neuen Lint-Zügen

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (2.v.r.) war extra nach Holzkirchen angereist, um die neuen Lint-Züge zu präsentieren.
Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (2.v.r.) war extra nach Holzkirchen angereist, um die neuen Lint-Züge zu präsentieren. © Thanner
Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn, begrüßte die Gäste am Bahnhof in Holzkirchen.
Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn, begrüßte die Gäste am Bahnhof in Holzkirchen. © Thanner
Auch Landtagspräsidentin und Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner sprach ein paar Worte an die zahlreich erschienenen Gäste und Pressevertreter.
Auch Landtagspräsidentin und Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner sprach ein paar Worte an die zahlreich erschienenen Gäste und Pressevertreter. © Thanner
Mit diesen neuen Zügen des Modells "Lint" will die Bayerische Oberlandbahn ab Juni in die Zukunft starten.
Mit diesen neuen Zügen des Modells "Lint" will die Bayerische Oberlandbahn ab Juni in die Zukunft starten. © Thanner
Die neuen Züge des Modells "Lint" hat die Bayerische Oberlandbahn am Bahnhof Holzkirchen präsentiert.
Die neuen Züge des Modells "Lint" hat die Bayerische Oberlandbahn am Bahnhof Holzkirchen präsentiert. © Thanner
Um die wegen des Coronavirus geltenden Abstandsregeln einzuhalten, waren einige Sitze bei der Probefahrt gesperrt.
Um die wegen des Coronavirus geltenden Abstandsregeln einzuhalten, waren einige Sitze bei der Probefahrt gesperrt. © Thanner
Bei einer Sonderfahrt nach Schaftlach und zurück konnten die Gäste die neuen Züge der Bayerischen Oberlandbahn ausprobieren.
Bei einer Sonderfahrt nach Schaftlach und zurück konnten die Gäste die neuen Züge der Bayerischen Oberlandbahn ausprobieren. © Thanner
Die Sitzplätze in den neuen Zügen der Bayerischen Oberlandbahn sind zum Teil über Stufen zu erreichen.
Die Sitzplätze in den neuen Zügen der Bayerischen Oberlandbahn sind zum Teil über Stufen zu erreichen. © Thanner
Die Toiletten an Bord der neuen Züge der Bayerischen Oberlandbahn sind barrierefrei.
Die Toiletten an Bord der neuen Züge der Bayerischen Oberlandbahn sind barrierefrei. © Thanner
Auch eine 1. Klasse gibt es weiterhin in den Zügen der Bayerischen Oberlandbahn.
Auch eine 1. Klasse gibt es weiterhin in den Zügen der Bayerischen Oberlandbahn. © Thanner
Der Einstieg in die neuen Züge der Bayerischen Oberlandbahn ist je nach Bahnsteig ebenfalls barrierefrei möglich.
Der Einstieg in die neuen Züge der Bayerischen Oberlandbahn ist je nach Bahnsteig ebenfalls barrierefrei möglich. © Thanner
Fahrräder mitzunehmen ist ebenfalls möglich in den neuen Zügen der Bayerischen Oberlandbahn, wenn auch nur in begrenztem Maße.
Fahrräder mitzunehmen ist ebenfalls möglich in den neuen Zügen der Bayerischen Oberlandbahn, wenn auch nur in begrenztem Maße. © Thanner

Im Dezember schließlich kommen sechs zusätzliche, vom Freistaat finanzierte Züge zum Einsatz, wodurch ein erweitertes Fahrplanangebot möglich wird. Von einer deutlichen Kapazitätsverbesserung sprach Schreyer. Über einen echten Gewinn für die Region freut sich Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. „Mit unserem neuen Fahrplankonzept schöpfen wir die Möglichkeiten, die uns die vorhandene Infrastruktur bietet, bestmöglich aus“, sagte sie.

Ilse Aigner, wie zuvor schon Kers­tin Schreyer, nannten als mittelfristiges Ziel die Elektrifizierung der Bahnlinie im Oberland. Bis dahin soll es aber bereits durch die neuen Dieselzüge deutlich leiser an den Gleisen werden und die Luft sauberer sein. Die Außengeräusche halbieren sich im Vergleich zum Integral-Modell für das menschliche Gehör. Außerdem werde deutlich weniger Stickoxid ausgestoßen, wie es in einer Broschüre zum Flottentausch heißt. Diesen bezeichnete Aigner als wichtigen Schritt hin zu einer zeitgemäßen Mobilität im Oberland.

Ab 14. Juni können sich die Fahrgäste selbst überzeugen. Ihnen verspricht Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, attraktiven Fahrkomfort mit unter anderem Gratis-WLAN und leistungsstarken Klimaanlagen. Einen ersten Eindruck bekamen die Gäste am Montag bei einer kurzen Sonderfahrt nach Schaftlach und zurück. ft

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