Gute Gelegenheit fürs Zentrum

Holzkirchen bekommt Geld aus Sonderfonds: Dafür wird es genutzt

Marktplatz in Holzkirchen
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Mit Geld aus einem Sonderfonds soll nun ein Wettbewerb gestartet werden, um den Holzkirchner Marktplatz neu zu gestalten.

Holzkirchen – Mehr als 200.000 Euro aus dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“ des Freistaats Bayern erhält Holzkirchen. Drei Projekte in der Marktgemeinde sind geplant.

Wie Holzkirchens Marktbaumeister Florens Hintler kürzlich informierte, darf sich die Marktgemeinde über eine Finanzspritze in Höhe von 200.000 Euro freuen. Das Geld kommt aus dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“, der von der Staatsregierung aufgelegt wurde, um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Bewilligt wurden drei Projekte, die allesamt von den Marktgemeinderäten einstimmig abgesegnet wurden, wobei der ausgeschriebene Wettbewerb für die Neugestaltung des Marktplatzes besonders positiv gesehen wurde.

Wie Hintler erklärte, werden durch das 100 Millionen Euro schwere Programm vorrangig kurzfristige Maßnahmen gefördert, die dazu beitragen, Orte städtebaulich weiter zu entwickeln oder leer stehende Räume anzumieten, um den Einzelhandel zu restrukturieren sowie langfristige baulich-investive Maßnahmen, um Innenstädte zu beleben. „Weil das Programm relativ kurzfristig aufgelegt wurde, haben wir einen Antrag für sechs Maßnahmen mit heißer Nadel gestrickt, wovon drei schließlich genehmigt wurden“, ergänzte Bürgermeister Christoph Schmid. Die Förderhöhe beträgt jeweils 80 Prozent.

  • Im Einzelnen soll ein Weiterentwicklungskonzepts für das Zentrum Holzkirchens erstellt werden, das unter anderem die innerörtliche Münchner Straße betrachtet. Von den geschätzten Kosten in Höhe von 40.000 Euro werden 32.000 Euro übernommen.
  • Für rund 60.000 Euro (Förderung: 48.000 Euro) ist geplant, für zwei Jahre leer stehende Räume anzumieten, die dann gemeinnützigen Organisationen oder Kunstschaffenden zur Verfügung gestellt werden. Auch Homeoffice-Flächen für Coworking sind denkbar. Zwar sei Leerstand, wie Schmid sagte, momentan kein so großes Problem, dennoch gebe es Entwicklungspotenzial: „Wenn auch nicht in erster Reihe, haben wir dafür Ideenansätze. Ziel ist, nicht nur für ein paar Wochen ein Bild ins Schaufenster zu stellen, sondern Impulse für eine dauerhafte Nutzung zu setzen.“
  • Der größte Posten entfällt darauf, einen Wettbewerb vorzubereiten und durchzuführen, um den Marktplatz neu zu gestalten – inklusive einem Ideenteil für den rückwärtigen Raum des Herdergartens. Da gibt es zu den geschätzten Kosten in Höhe von 150.000 Euro einen satten Zuschuss von 120.000 Euro.

„Eine tolle Sache. Ich hoffe, gerade was den Marktplatz angeht. Schließlich ist das seit Jahren ein Thema“, meinte Ulrike Küster (Grüne) zu den Vorschlägen. „Die Umsetzung der baulichen Maßnahmen ist nicht gefordert, die des Wettbewerbs aber schon“, beantwortete Hintler die Frage von Josef Sappl sen. (CSU), der wissen wollte, ob denn aus den Zuschüssen dann auch Druck entstehe, gerade die Planungen für den Marktplatz endlich umzusetzen.

Ähnlich wie Sappl meinte Elisabeth Dasch (SPD): „Wir haben über den Marktplatz schon viel geredet, aber noch nichts umgesetzt. Das wäre jetzt die Gelegenheit, endlich und zügig etwas zu machen.“ Birgit Eibl (FWG) bat noch darum, auch wenn es pressiert, bei dem Wettbewerb die Bürgerbeteiligung nicht zu vergessen. „Der Druck schadet uns nicht. Freuen wir uns über 200.000 Euro, und setzen wir es bald zum Wohle Holzkirchens um“, fasste der Bürgermeister zusammen. hac

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