Eisenbahner mit Herz

Retter in der Not: BOB-Mitarbeiter gewinnen bei bundesweitem Wettbewerb

Tamara Lang, Kundenbetreuerin im Oberland, ist Eisenbahnerin mit Herz in Bronze und Christoph Angstl, Service-Elektriker im Chiemgau-Inntal, in Gold.
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Tamara Lang, Kundenbetreuerin im Oberland, ist Eisenbahnerin mit Herz in Bronze und Christoph Angstl, Service-Elektriker im Chiemgau-Inntal, in Gold.

Holzkirchen – BOB-Mitarbeiterin Tamara Lang aus Miesbach holt beim Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz 2020“ den Bundespreis in Bronze. Ein Kollege vom Meridian ist ebenfalls vorne dabei.

Erfolg auf ganzer Schiene: In diesem Jahr gewinnen Mitarbeiter der Bayerischen Oberlandbahn gleich zwei von drei Bundespreisen beim Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz“. Christoph Angstl erhält Gold für die Rettung eines ins Gleis gestürzten Fahrgastes und Tamara Lang wird mit Bronze für ihren Einsatz als Engel in der Not für einen verunfallten Fahrgast ausgezeichnet.

Die feierliche Preisverleihung des 10. bundesweiten Wettbewerbs „Eisenbahner mit Herz“ musste in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise entfallen. Nichtsdestotrotz wurden die Gewinner verkündet – auch, um gerade in dieser Zeit das Bewusstsein dafür zu schärfen, welchen großartigen Einsatz die Mitarbeiter der Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland jeden Tag erbringen.

Die Fachjury der Allianz pro Schiene war besonders beeindruckt vom heldenhaften Einsatz des diesjährigen Bundessiegers Christoph Angstl. Der Mitarbeiter der Bayerischen Oberlandbahn rettete im Dezember 2019 in Rosenheim eine ins Gleisbett gestürzte 51-Jährige. Diese konnte sich nicht selbst befreien und befand sich aufgrund eines gleichzeitig einfahrenden Zuges in Lebensgefahr. Da keine Zeit für eine Gleissperrung blieb, sprangen Christoph Angstl und ein weiterer Helfer ins Gleisbett. Zusammen zogen sie die Frau in letzter Sekunde auf ein Nachbargleis. Dieser selbstlose Einsatz wird von der Jury mit dem Bundespreis in Gold gewürdigt.

Mit dem Bundespreis in Bronze wird ebenfalls eine Mitarbeiterin der Bayerischen Oberlandbahn ausgezeichnet: Tamara Lang war zufällig am Starnberger Flügelbahnhof des Münchner Hauptbahnhofs, als der Fahrgast Roman Mayr einen Kreislaufzusammenbruch erlitt. Nachdem sie vor Ort Erste Hilfe geleistet hatte, brachte sie ihn sogar bis zu dessen Wohnort in Miesbach. Doch damit nicht genug: Zu einem späteren Zeitpunkt erkundigte sie sich nochmals telefonisch nach seinem Wohlergehen. Als Engel in der Not bezeichnet Roman Mayr sie und hat sie deswegen nominiert.

Ab sofort nimmt die Allianz pro Schiene Nominierungen für den Titel „Eisenbahner mit Herz 2021“ entgegen unter www.eisenbahner-mit-herz.de. ksl

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