Pro und Kontra

Bürgermeisterkandidaten beziehen Stellung zur Holzkirchner Südumfahrung

Sie wollen Bürgermeister in Holzkirchen werden: (v.l.) Christoph Schmid (CSU), Elisabeth Dasch (SPD), Robert Wiechmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Torsten Hensel (Freie Wähler).
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Sie wollen Bürgermeister in Holzkirchen werden: (v.l.) Christoph Schmid (CSU), Elisabeth Dasch (SPD), Robert Wiechmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Torsten Hensel (Freie Wähler).

Holzkirchen – Pro und kontra gibt es zu den vorgestellten fünf Varianten der Holzkirchner Südumfahrung. Das sagen die Bürgermeisterkandidaten der Marktgemeinde zum Thema.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim hat kürzlich die Machbarkeitsstudie für eine Südumgehung Holzkirchens vorgestellt. Fünf Varianten stehen zur Auswahl. Das sagen die vier Bürgermeisterkandidaten der Marktgemeinde dazu:

  • Christoph Schmid (CSU): Die CSU Holzkirchen und ich stehen für eine Südumfahrung für Holzkirchen, Hartpenning und Kurzenberg. Wir setzen uns für eine Südumfahrung aus einem Guss ein, die Holzkirchen täglich um 8.500 Autos entlastet und Hartpenning vollständig vom Durchgangsverkehr befreit. Für dieses Ziel haben wir die Varianten 2 und 3 – beides Umfahrungen für alle drei Ortsteile – erfolgreich beim staatlichen Bauamt eingereicht. Diese Varianten sind die kürzesten Strecken mit dem geringsten Flächenverbrauch und den niedrigsten Kosten bei der höchsten Entlastungswirkung. Ich werde mich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass unsere drei Orte vom Durchgangsverkehr befreit werden.
  • Elisabeth Dasch (SPD): Die Vorstellung hat gezeigt, dass die Variante 4 die Variante mit dem geringsten Raumwiderstand ist. Sie birgt jedoch die Gefahr, dass sie nur in einem Teilbereich – nämlich als Variante 5, eine Ortsumfahrung nur von Holzkirchen – realisiert wird. Dies lehnen wir strikt ab, da nur eine Gesamtlösung, das heißt eine Umfahrung von Kurzenberg, Großhartpenning und Holzkirchen in Erwägung gezogen werden darf. Mit Variante 5 wird zusätzlicher Verkehr durch Kurzenberg und Großhartpenning geführt. Verkehrsberuhigende Maßnahmen dort umzusetzen, wird deutlich erschwert. Bei Variante 2 und 3 können artenschutzrechtliche Verbotstatbestände nicht ausgeschlossen werden. Dann wäre eine Realisierung nicht möglich. Der Gemeinderat muss sich dessen klar sein, wenn er sich für diese Variante ausspricht.
Eines ist allen fünf Varianten gleich: Sie sollen südlich von Lochham auf die B318 münden.
  • Robert Wiechmann (Bündnis 90/Die Grünen): In Sachen Südumgehung ist weiter Stillstand angesagt. Die einzige genehmigungsfähige, durch den Bundesverkehrswegeplan gestützte Umgehungsstraße ist nach den Ausführungen des Bauamtes die kurze Variante 5, die nur Holzkirchen selbst umfährt. Das Dilemma der Befürworter nun: Diese Variante will niemand. Und: Die Südumgehung, die sie wollen, die bekommen sie recht sicher nicht. Wir Grüne sagen: Das Verkehrsproblem endlich selbst anpacken. Unser Mobilitätskonzept und den Nahverkehrswegeplan konsequent umsetzen. Schritt für Schritt. Mehr attraktive Rad- und Fußwege, mehr Bus, mehr Bahn, weniger Auto und damit ein Mehr an Lebensqualität. Endlich selbst handeln statt weiterhin immer nur zu warten.
  • Torsten Hensel (FWG): Die FWG Holzkirchen steht seit Langem für ein Ja zu einer wohnortfernen Südumfahrung, zu einer Bürgerbefragung und zur Verkehrswende durch massive Stärkung des ÖPNV. Das Bauamt Rosenheim schließt eine Nulllösung aus. Ganz Holzkirchen steht vor einem Dilemma. Ohne bessere Alternative erhalten wir mit V4 oder V5 Varianten, die niemand will. Um das zu verhindern, setzen wir auf einen Bürgerentscheid und eine gerichtsfeste Lösung. Die Menschen verdienen einen Gemeinderat, der über Parteigrenzen hinweg zusammenarbeitet. In diesem Sinne: Auf eine gute Wahl. hac

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