Klare Ansage

An diesen Stellen fordert der Bund Naturschutz Holzkirchen Tempo 30

Gemeinsamer Einsatz für Klimaschutz und Verkehrswende: Die Ortsgruppe Holzkirchen im Bund Naturschutz.
+
Gemeinsamer Einsatz für Klimaschutz und Verkehrswende: Die Ortsgruppe Holzkirchen im Bund Naturschutz.

Holzkirchen – Mit einer klaren Ansage macht der Bund Naturschutz Holzkirchen dieser Tage auf sich aufmerksam. Er fordert Tempo 30 auf allen Durchgangsstraßen.

Knapp 50 Interessierte kamen vor Kurzem zur Jahreshauptversammlung des Bundes Naturschutz (BN) Holzkirchen zum Hahnhof. Die Südumgehung und der Geolehrpfad sind die beiden Hauptthemen des Abends gewesen, nachdem der Vorsitzende Fred Langer zwei Mitglieder geehrt hatte, die 2020 auf 50 Jahre als Mitglied zurückblicken können, und Vorstandsmitglieder über die Aktivitäten des vergangenen Jahres berichtet hatten.

Fred Langer stimmte mit dem aktuellen Slogan „Klimaschutz und Verkehrswende“ des BN-Landesverbands auf das Thema Südumgehung ein. Nach einer kurzen Zusammenfassung der durch das Bauamt Rosenheim vorgestellten Trassen, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung abgegeben worden sind, ging er näher auf die fünf Varianten ein. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass in Zeiten des Klimawandels, des Insektensterbens und eines zu großen Flächenverbrauchs weiterhin Umgehungsstraßen geplant werden“, sagt er. „Wir brauchen eine Verkehrswende statt weiterer Straßen.“ Er wies auf die Kernpositionen der Oberland-Iniative hin, in der auch der BN Mitglied ist: Verkehrskonzept für das Oberland statt isolierter Straßenplanungen, Erhalt von Lebensräumen und den vorrangigen Ausbau des ÖPNV.

Im Anschluss stellte Georg Hahn den Verein „Gemeinsam im Oberland“ vor. Dieser will ein besseres Miteinander von Landwirten und Verbrauchern erwirken und hat einen Film mit dem Titel „Keine Südumfahrung für Holzkirchen – gemeinsam Natur erhalten“ erstellt, in dem für ein Ja zum Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und ein Nein zum Bau einer Umgehungsstraße geworben wird.

Dabei ist der Vorsitzende auch auf Lösungsvorschläge des BN eingegangen, um Anwohner an Durchgangsstraßen in Ortszentren und -teilen zu entlasten. Er fordert dort Tempo 30, da dies rasch umzusetzen wäre. Dies könne nach der 2016 novellierten Straßenverkehrsordnung durchaus gerechtfertigt sein, wenn ein Umweltgutachten dies zum Schutz vor Lärm und Abgasen belege, erläuterte er. Gemeinsam könne man dieses Ziel erreichen. Die Mitglieder haben die BN-Position zum Thema Verkehr mit einem einstimmigen Beschluss unterstützt.

Abschließend hat Norbert Strauß, der für den BN im Projekt Geolehrpfad Holzkirchen mitarbeitet, die Themen des Lehrpfades vorgestellt. Der BN unterstützt das Projekt mit einer zweckgebundenen Spende. ksl

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sanierung Tölzer Straße in Gmund: Letzte Asphaltarbeiten ab Montag, 11. Juni
Sanierung Tölzer Straße in Gmund: Letzte Asphaltarbeiten ab Montag, 11. Juni
Diese Heimatrezepte wollen die Hirschbergler-Frauen erhalten
Diese Heimatrezepte wollen die Hirschbergler-Frauen erhalten
Schädlingsbekämpfung in Kreuther Flüchtlingsunterkunft: Plane sorgt für Verwunderung
Schädlingsbekämpfung in Kreuther Flüchtlingsunterkunft: Plane sorgt für Verwunderung

Kommentare