Nachhaltigkeit belohnt

Firma MW Biomasse aus Irschenberg bei Konferenz in Holzkirchen geehrt

Nachhaltig: (v.l.) Sebastian Henghuber (Vorstand der MW Biomasse), Alexander Schmid (SMG), Michael Brünner (UVM) und Andreas Roß (Wirtschaftsförderer Bad Tölz-Wolfratshausen).
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Nachhaltig: (v.l.) Sebastian Henghuber (Vorstand der MW Biomasse), Alexander Schmid (SMG), Michael Brünner (UVM) und Andreas Roß (Wirtschaftsförderer Bad Tölz-Wolfratshausen).

Holzkirchen – Die Firma MW Biomasse aus Irschenberg ist bei der Nachhaltigkeitskonferenz in Holzkirchen ausgezeichnet worden.

In Holzkirchen hat jüngst zum zehnten Mal die Nachhaltigkeitskonferenz stattgefunden. Dabei wurden auch die beiden Nachhaltigkeitspreise verliehen. Aus dem Landkreis Miesbach wurde die Firma MW Biomasse ausgezeichnet. Die Konferenz ist eine gemeinsame Veranstaltung der Standortmarketing-Gesellschaft, der Metropolregion München, des Wirtschaftsforums Oberland und der Energiewende Oberland.

„Nachhaltigkeit? Wir haben es erfunden“, meinte Vorstand Sebastian Henghuber von der Firma MW Biomasse bei der Konferenz. Die Abkürzung MW steht für Maschinenring und Waldbesitzervereinigung. Er nannte den Landkreis einen sehr wüchsigen Standort. Der Landkreis Miesbach hat einen Waldanteil von 51 Prozent. Allein der Zuwachs betrüge zwölf­einhalb Festmeter pro Hektar im Jahr, davon hätten neuneinhalb Festmeter Potenzial zur Verwendung. Allein der Zuwachs könne 48,5 Millionen Liter Heizöl ersetzen. „Wir brauchen kohlenstoffhungrige Wälder“, sagte Henghuber. „Jedes Möbelteil, jeder Tisch ist eine Kohlendioxidsenke.“ Seine Firma betreibt unter anderem das Heizwerk in Weyarn.

Den Gastvortrag bei der Konferenz hielt Geschäftsführer Josef Rother von der Gefak-Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung. Er plädierte für eine Gemeinwohlökonomie: „Wir müssen Erfolg anders messen als durch das Bruttoinlandsprodukt. Eine Gemeinwohlbilanz wird nicht nur in Euro gezogen. Die Kriterien sind Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung.“ Gastredner Josef Rother erinnerte daran, dass der Welterschöpfungstag heuer schon auf dem 29. Juli gelegen habe. Theoretisch verbrauche die Welt jedes Jahr 1,7 Erden – und die Deutschen sogar jedes Jahr drei Erden. ksl

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