AELF Holzkirchen informiert

Fragen und Antworten zum Coronavirus für Waldbesitzer

Was dürfen Waldbesitzer in Zeiten von Corona noch? Das AELF gibt Rat.
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Was dürfen Waldbesitzer in Zeiten von Corona noch? Das AELF gibt Rat.

Holzkirchen – Das AELF Holzkirchen gibt Antworten auf Fragen, die Waldbesitzer aufgrund des Coronavirus haben.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen erhält zahlreiche Nachfragen, welche Waldarbeiten und Maßnahmen im Wald noch erlaubt beziehungsweise notwendig sind. Nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten im Zusammenhang mit dem Coronavirus für Waldbesitzer:

Ist Waldarbeit weiter möglich?

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus im Landkreis Miesbach lesen Sie in unserem Ticker.

Ja, wenn die Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Das gilt auch für Brennholzselbstwerber. Die Vorgaben zur Arbeitssicherheit sind selbstverständlich einzuhalten. Alleinarbeit ist bei motormanueller Aufarbeitung zu vermeiden, die gebotenen Schutzmaßnahmen – Abstand mindestens 1,5 Meter und kein Körperkontakt – sind jedoch zu wahren. Mehr Infos zum Thema Arbeitssicherheit gibt es unter www.svlfg.de/forst.

Dürfen noch Beratungsgespräche mit Waldbesitzern stattfinden?

Einzel-Beratungsgespräche im Wald sind möglich – aber nur dann, wenn sie nicht verschiebbar sind und die gebotenen Schutzmaßnahmen – Abstand mindestens 1,5 Meter – eingehalten werden. Wann immer möglich, sind Telefon und E-Mail vorzuziehen.

Soll ich jetzt weiter meine Sturmschäden/mein Sturmholz aufarbeiten?

Ja, das ist mit Blick auf den Borkenkäfer sogar besonders wichtig. Auch hier gilt: Die gebotenen Schutzmaßnahmen beim Kontakt zu anderen Menschen sind zu wahren – Abstand mindestens 1,5 Meter und kein Körperkontakt. Die Vorgaben zur Arbeitssicherheit sind aber einzuhalten: Bei motormanueller Aufarbeitung ist Alleinarbeit zu vermeiden.

Muss ich meinen Wald weiter auf Käferbefall kontrollieren?

Ja, dazu sind Waldbesitzer gesetzlich verpflichtet. Derzeit ist die Aufarbeitung aller alten Käferbäume wichtig, aus denen noch Borkenkäfer im Frühjahr ausfliegen können. Dadurch wird ein Neubefall verhindert und genügend Arbeitskapazität für die Aufarbeitung von Käferbefall an anderen Stellen erhalten.

Kann ich jetzt meine Kulturen pflanzen?

Ja, die Frühjahrspflanzung zählt zu den regulären Betriebsarbeiten. Durch entsprechende Arbeitsorganisation sind aber Kontakte zu anderen Menschen möglichst zu vermeiden.

Kann ich weiterhin Förderanträge stellen?

Ja, allerdings ist bei der Erarbeitung und Erstellung der unmittelbare persönliche Kontakt möglichst zu vermeiden. Bei der Beratung und der Unterzeichnung der Anträge sind die gebotenen Schutzmaßnahmen – Abstand mindestens 1,5 Meter und kein Körperkontakt – einzuhalten. Gemeinsame Termine im Büro müssen unterbleiben, Fragen sollen telefonisch geklärt werden.

Muss ich weiterhin vor Maßnahmenbeginn einen Förderantrag stellen?

Bei waldbaulichen Maßnahmen wie zum Beispiel Wiederaufforstung ist die vorherige Antragstellung und Bewilligung weiter erforderlich. Ausnahme ist die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung: Da kann wegen Gefahr in Verzug begonnen werden, die Antragstellung ist aber unverzüglich nachzuholen.

Wann bekomme ich meine Förderung ausgezahlt?

Bewilligte Maßnahmen werden im gewohnten Verfahren nach Eingang der Fertigstellungsanzeige geprüft und – sofern alle Fördervoraussetzungen eingehalten wurden – ausgezahlt.

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