Film mit Diskussion

Wie die Initiative „Anders wachsen“ ihren neuen Zyklus trotz Corona gestaltet

Initiative „Anders wachsen – Alternative Ideen für das Oberland“
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Präsentieren den neuen Zyklus der Initiative „Anders wachsen“ in Miesbach: (v.l.) Monika Ziegler, Wolfgang Foit, Peter Ungelenk und Becky Köhl.

Landkreis – In den vergangenen Monaten ist es ruhiger geworden um die Initiative „Anders wachsen – Alternative Ideen für das Oberland“. Nun beginnt ein neuer Zyklus.

Normalerweise wird im September das neue Programm der Initiative „Anders wachsen“ vorgestellt. In diesem Jahr wäre es bereits der fünfte Zyklus für alternative Ideen für das Oberland gewesen. Doch normal ist in diesem Jahr gar nichts. Corona ist in aller Munde und wirbelt alles durcheinander. So auch das geplante Programm von „Anders wachsen“.

Stattdessen gibt es im Zyklus 2020/2021 nun kein festes durchgetaktetes Programm mit Veranstaltungen, erklärt Projektleiterin Monika Ziegler, sondern eine Imagebroschüre, die zeigt, was bereits geschafft wurde, wer dabei geholfen hat und was noch geplant ist. Veranstaltungen wird es eher spontan geben. So zum Beispiel am Sonntag, 4. Oktober, um 11 Uhr, im Fools-Kino in Holzkirchen. Da startet mit dem Dokumentarfilm „Human Nature“ von Regisseur Adam Bolt die Film- und Diskussionsreihe von „Anders wachsen“ in eine weitere Runde.

Der Film thematisiert eine der größten wissenschaftlichen Durchbrüche des 21. Jahrhunderts – CRISPR. Extrahiert aus bakteriellen Immunsystemen ermöglicht die Genschere CRISPR-CAS9 in den Händen bahnbrechender Wissenschaftler heute eine nie dagewesene Kontrolle über die grundsätzlichsten Bausteine des Lebens. So öffnen sich Wege, um Krankheiten zu heilen, die gesamte Biosphäre umzugestalten und letztlich auch unsere eigenen Kinder zu designen. Die Setzung ethischer Grenzen hinkt diesem rasanten Fortschritt hinterher.

Human Nature vermittelt die Grundlagen der Genomforschung und ermöglicht so eine nachdenkliche Erkundung der weitreichenden Implikationen dieser revolutionären Technologie. Anschließend folgt eine Diskussion zum Thema mit Christof Langer, theologischer Referent beim Kreisbildungswerk Miesbach.

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Diese Film- und Diskussionsreihe gehört zu den immer wiederkehrenden Fixformaten von „Anders wachsen“ und wird ebenfalls in der Imagebroschüre vorgestellt. Als Partner hat sich die Initiative die Raiffeisenbank Holzkirchen-Otterfing ins Boot geholt. „Wir haben uns viele Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit gemacht“, erklärt Peter Ungelenk von der Raiffeisenbank Holzkirchen-Otterfing. „Wir sind auf einem guten Weg, wenn auch noch nicht perfekt.“ Auch eine Bank kann nachhaltig sein, indem zum Beispiel Werbegeschenke nicht aus Plastik sind oder der Kaffee für Kunden und Mitarbeiter fair gehandelt wird. Peter Ungelenk kann sich gut vorstellen, auch in Zukunft mit „Anders wachsen“ zusammen zu arbeiten. „Es gibt viele gute Ideen, aber man braucht halt auch Geld dafür“, sagt er.

Die Imagebroschüre soll auch zeigen, dass „Anders wachsen“ nicht schläft, erklärt Monika Ziegler. „Die Nachfrage ist da“, bestätigt Wolfgang Foit vom Kreisbildungswerk. „Viele haben angefragt, wann es bei uns weitergeht.“ Nun ist es endlich soweit – wenn auch mit Corona-Regeln. ksl

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