Ideen für Neubau

Wettbewerb unter Architekten soll für neue Mittelschule in Holzkirchen sorgen

Wenn alles nach Plan läuft, soll in 35 Wochen der Siegerentwurf für den Neubau der in die Jahre gekommenen Holzkirchner Mittelschule fertig sein.
+
Wenn alles nach Plan läuft, soll in 35 Wochen der Siegerentwurf für den Neubau der in die Jahre gekommenen Holzkirchner Mittelschule fertig sein.

Holzkirchen – Ideen für die Holzkirchner Mittelschule werden derzeit gesucht. Ein Architektenwettbewerb soll für einen zügigen Neubau sorgen.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Marktgemeinderat Holzkirchen im Oberbräusaal sein Einverständnis gegeben, einen nicht-offenen Wettbewerb für den Bau der neuen Mittelschule durchzuführen. Maximal 20 Bewerber sollen daran teilnehmen und in 35 Wochen soll ein Ergebnis vorliegen. Um keine Zeit zu verlieren, hat das Gremium für längst geschaffene Fakten – sozusagen im Nachhinein – sein Einverständnis gegeben.

Wie Bürgermeister Christoph Schmid erklärte, standen Mitte März für das Projekt einer neuen Mittelschule Entscheidungen an, die, um keine Zeit zu verlieren, keinen Aufschub duldeten. Da corona-bedingt in diesem Zeitraum keine Sitzung stattfand, hat Schmids Vorgänger Olaf von Löwis im Alleingang per dringlicher Anordnung beschlossen, das Architektenbüro AKFU aus Germering als Betreuer des Wettbewerbs zu betrauen. „Damit wurden Fakten geschaffen, die ich zu spät erfahren habe, um den Punkt noch von der Tagesordnung zu nehmen und nachträglich abstimmen zu lassen“, sagte Schmid entschuldigend.

Das mit von Löwis‘ Entscheidung quasi auch der Wettbewerb beschlossen war, fand Robert Wiechmann (Grüne) unkritisch: „Das ist keine Abweichung von der Norm und wir haben damit bisher gute Erfahrungen gemacht.“ Ähnlich äußerte sich Sebastian Franz (CSU): „Die Konkurrenz sichert die Qualität und wir bekommen vielfältige Planungsansätze.“ Elisabeth Dasch (SPD) stellte die Zeitschiene und eine optimale Innenausstattung der Schule in den Vordergrund und meinte: „Mit geht es da weniger um eine Superarchitektur.“

Der Faktor Zeit beschäftigte auch Torsten Hensel (FWG), der von Johann Kellner, Leiter Bauamt-Technik, wissen wollte, ob es zu dem nicht-offenen Wettbewerb keine Alternativen gebe. Wie Kellner sagte, wäre eine Mehrfachbeauftragung möglich. Die wäre zwar eventuell schneller, aber auch deutlich teurer, weil die Gemeinde die Vorentwürfe bezahlen müsste. Zu den geschätzten Gesamtkosten für den Neubau nannte Kellner die Summe von 30 Millionen Euro, wobei der Wettbewerb mit 150.000 Euro zu Buche schlägt.

Rund 35 Wochen soll es jetzt laut Kellner dauern, bis der Gewinner feststeht. Damit ein pädagogisch sinnvolles Konzept entsteht, wird momentan noch gemeinsam von der Gemeinde und dem Lehrkörper der Mittelschule am Raumfunktionsbuch gearbeitet. Dieses wird Teil der Wettbewerbsausschreibung. Schließlich, so Schmids Wunsch, solle die neue Mittelschule die nächsten 40 bis 50 Jahre Bestand haben. Mit 22:3 Stimmen im Gremium fiel die Abstimmung für den Wettbewerb dann auch recht deutlich aus. hac

Auch interessant

Meistgelesen

Warum der Stadtrat nun monatlich über die Finanzen informiert wird
Warum der Stadtrat nun monatlich über die Finanzen informiert wird
Programm für Sommerferien am Tegernsee heuer nur online
Programm für Sommerferien am Tegernsee heuer nur online
Alpenregion Tegernsee Schliersee bietet Live-Ticker für den Urlaub
Alpenregion Tegernsee Schliersee bietet Live-Ticker für den Urlaub
Nach Corona-Zwangspause: Kultur im Oberbräu startet mit Spezial
Nach Corona-Zwangspause: Kultur im Oberbräu startet mit Spezial

Kommentare