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„Holzkirchen hilft“: 100 Euro für Geringverdiener im Landkreis Miesbach

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Von: Fridolin Thanner

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Marc Gerster und Stefan Dillig
Marc Gerster und Stefan Dillig rufen Geringverdiener auf, bei „Holzkirchen hilft“ den Infaltionszuschuss zu beantragen. © Fridolin Thanner

Landkreis – Aktuell wird bei vielen im Geldbeutel knapp. Besonders betroffen sind Geringverdiener. Der Verein „Holzkirchen hilft“ greift ihnen unter die Arme.

An der Supermarktkasse und beim Tanken genauso wie auf der Rechnung des Energieversorgers – die Preise steigen stark an. Betroffen ist davon jeder, doch besonders Geringverdiener und alle, die ohnehin schon genau überlegen müssen, was sie sich leisten können, kommen durch die hohe Inflation in Schwierigkeiten. Sie können aber auch Unterstützung erhalten, der Verein „Holzkirchen hilft“ bietet sie an. „Es gibt bis zu 100 Euro pro Person“, erklärt der Vorsitzende, Marc Gerster.

Zwar hat „Holzkirchen hilft“ die Marktgemeinde im Namen, das Engagement reicht aber weit über deeren Grenzen hinaus. Der Verein unterstützt Menschen in schwierigen Lebensphasen im gesamten Landkreis. Und so sollen auch Bürger aus dem gesamten Kreis den Zuschuss bekommen. „Wir gehen von 2000 bis 2500 Antragsberechtigten aus“, sagte Gerster. Den Zuschuss erhalten Sozialhilfe- und Wohngeldempfänger, sie können den Antrag auf der Homepage des Vereins downloaden. Auch Geringverdiener, deren Einkommen bis zu 25 Prozent über dem Bürgergeldniveau liegt, können das Geld beantragen, sie sollen sich dafür aber ans Sozialamt ihrer Gemeinde wenden.

So möchte der Verein vielen Menschen ein wenig für den Alltag helfen, denn viele wissen nicht, wie sie die teureren Einkäufe und teilweise verdoppelten Strom- und Heizkosten bezahlen sollen. „Viele, die sich bisher gerade so über Wasser gehalten haben, sind mit den Kostenerhöhungen finanziell überfordert“, weiß Gerster. Hier soll der einmalige Zuschuss helfen, wie Schatzmeister Stefan Dillig ergänzt.

Bis zu 100 Euro kann jeder bekommen, maximal 400 Euro je Haushalt. Auf andere Hilfen und Gelder wird der Betrag nicht angerechnet, ist also „nicht schädlich“, macht Dillig deutlich. „Das haben wir bestätigt bekommen.“ Insgesamt hat der Verein für diese zusätzlich zu anderen Hilfen laufende Aktion rund 200.000 Euro zur Verfügung, die nun verteilt werden können. Der Großteil stammt aus der Aktion „Leser helfen Lesern“ des Miesbacher Merkur. Es fehlen nur noch Anträge, sie können bis Ende Februar gestellt werden. ft

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