Fundament fürs Leben

22 junge Frauen schließen Ausbildung zur Hauswirtschafterin ab

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Alles Gute zum Abschluss: Den jungen Hauswirtschafterinnen gratulierten Gäste aus Politik und Berufsstand sowie die Lehrkräfte.

Holzkirchen/Landkreis – Das Fundament fürs Leben nennt Dietramszells Bürgermeisterin Leni Gröbmaier die Ausbildung der jungen Frauen. Diese haben ihre Lehre zur Hauswirtschafterin an der Landwirtschaftsschule Holzkirchen abgeschlossen.

Das Thema „Weg“ hatten sich 22 junge Damen für ihre Schulschlussfeier ausgesucht. Sie tragen nun den Titel Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung, den sie durch den einsemestrigen Hauswirtschaftsstudiengang an der Landwirtschaftsschule Holzkirchen erworben haben.

Den Fokus auf den Weg legten sie aus diversen Gründen. Nach früheren Berufsabschlüssen haben sie sich noch einmal in eine neue Richtung orientiert, in die sie gemeinsam gingen. Außerdem kommen die Absolventinnen aus den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Rosenheim, Weilheim-Schongau und Ebersberg. Weite Wege mussten sie beim Pendeln auf sich nehmen. Bedingt durch einen Wasserschaden konnten die Absolventinnen nicht im Internat der Schule wohnen. Wohlverdientes Lob für ihre Mühen erhielten sie bei der Schulschlussfeier.

Lob für Mut und Engagement der Hauswirtschafterinnen

Das beste Fundament fürs Leben hätten sich die Damen mit der Ausbildung geschaffen, war sich Dietramszells Bürgermeisterin Leni Gröbmaier sicher. Management pur hätten sie gelernt, meinte der Tölzer Landrat Josef Niedermaier. Dabei würden sie durch ihre Ausbildung Alltagskompetenz und Lebensqualität erfahren, fand Annelies Drexl, Holzkirchner Frauenvorsitzende des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern. Den Mut und das Engagement der Hauswirtschafterinnen lobte die Miesbacher Kreisbäuerin Marlene Hupfauer. Sie hätten ihre Komfortzone verlassen, um noch etwas Neues zu erlernen. Schließlich hätten alle bereits Berufserfahrung.

Die war bei den Absolventinnen durchaus vielfältig, wie Semesterleiterin Theresia Lindermayer aufzeigte: Kauffrau, Bank- und Hotelfachfrau, Raumausstatterin, Floristin und verschiedene Handwerksberufe. Dennoch drückten alle erneut für 660 Unterrichtsstunden die Schulbank. „Ihre Tage waren gut gefüllt und sie haben alles erfolgreich gemeistert“, lobte Lindermayer. Alle Absolventinnen seien mit Interesse und Neugier bei der Sache gewesen, hätten viel Wissen erworben und es seien viele Freundschaften entstanden. „Eine Investition ins Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“, zitierte die Semesterleiterin Benjamin Franklin. Dabei konnte sie auf einen beeindruckenden Gesamt-Notendurchschnitt der Hauswirtschafterinnen hinweisen: 2,05.

Nächster Hauswirtschaftskurs im Januar ist bereits ausgebucht

Die waren auch selbst von ihrer Studienzeit angetan, wie die Semestersprecherinnen Theresa Killer und Anita Speer bei einer Bilderpräsentation erklärten. Obwohl das Wohnheim ein unbenutzbares Wasserschloss gewesen sei, habe man sich schnell im Unterricht eingelebt. Stressig, aber ebenso interessant war es. Und natürlich kam auch das gemeinsame Feiern nicht zu kurz, wie die Fotos zeigten.

Spaß soll bei einer Ausbildung natürlich gegeben sein, fand auch Hauswirtschaftsschulleiterin Gerlinde Simon. „Sie haben etwas geschafft und werden auch weiterhin viel schaffen“, war sie sich sicher. Zusammen mit Landwirtschaftsamtsleiter Rolf Oehler kann sie sich über einen gefragten Schulbetrieb freuen. Der nächste Hauswirtschaftskurs im Januar ist bereits ausgebucht.

Schule und Akademie würden von 80 Studierenden der Bereiche Land- und Hauswirtschaft besucht, zeigte Oehler auf. So sei Holzkirchen neben Traunstein, Rosenheim und Pfaffenhofen einer der vier großen Standorte dieses Bildungsbereiches. Dass dieser auch erfolgreich ist, zeigte die Zeugnisverteilung: Alle 22 Damen haben ihre Prüfungen bestanden. Eine besondere Würdigung erhielten die drei besten Absolventinnen Agnes Trickl, Theresa Magdalena Killer und Regina Astner. maf

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