Kommunalwahl 2020

Holzkirchens Rathaus bleibt in CSU-Hand

Der Kampf ums Holzkirchner Rathaus ist beendet: Bei der Stichwahl setzte sich Christoph Schmid (l.) gegen Kontrahent Robert Wiechmann durch.
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Der Kampf ums Holzkirchner Rathaus ist beendet: Bei der Stichwahl setzte sich Christoph Schmid (l.) gegen Kontrahent Robert Wiechmann durch.

Holzkirchen – Christoph Schmid gewinnt bei der Stichwahl. Der neue Bürgermeister von Holzkirchen will sich dem Amt mit Tatkraft und Demut widmen.

Gegen 19 Uhr stand fest: Das Holzkirchner Rathaus bleibt in CSU-Hand. Mit 56,45 Prozent der Stimmen hat sich Christoph Schmid gegen den Grünen-Kandidaten Robert Wiechmann durchgesetzt. In den nächsten Wochen möchte sich Schmid nun intensiv auf die Amtsübernahme im Mai vorbereiten.

Als fairer Zweiter gratulierte Wiechmann seinem Konkurrenten noch am Wahlabend, stellte aber auch unumwunden fest, dass er selbst sehr gerne als Sieger aus dem Rennen gegangen wäre. Ein Trost für Wiechmann war, dass die Grünen zumindest was den Zugewinn der Sitze im Holzkirchner Gemeinderat angeht, die Nase vorne hatten. Mit 68,02 Prozent lag die Wahlbeteiligung um gut sechs Prozentpunkte höher als bei der Wahl vor zwei Wochen (15. März).

Wie Schmid am Morgen nach dem Wahltag sagte, lag Altbürgermeister Josef Höß mit seiner Prognose fast richtig: „Er hatte mir ein Ergebnis von 58 zu 42 Prozente vorausgesagt.“ Neben der Freude über seinen Wahlsieg sieht der künftige Rathauschef jetzt die auf ihn wartende Verantwortung im Vordergrund. Mit voller Tatkraft und Demut möchte sich Schmid nun seinem Amt widmen: „Die Corona-Lage macht es natürlich nicht einfacher, die vielen persönlichen Gespräche zu führen, die für die Amtsübernahme und die Bildung des neuen Gemeinderates nötig sind. Aber die 17.000 Holzkirchner erwarten zu Recht, dass wir das hinkriegen, und ich bin überzeugt, dass wir das auch schaffen.“ Dabei könnte Schmid helfen, dass ihm, wie er selbst sagt, der Ruf eines Aktenfressers vorauseilt. Er selbst bezeichnet das lieber als gut vorbereitet.

Das erwartete sich der 50-jährige Betriebswirt auch vom neuen Gemeinderat: „Ich möchte, dass wir in den Ausschüssen künftig die anliegenden Themen vorher mit mehr Verantwortung diskutieren, damit die Ressorts der Verwaltung dann wissen, in welche Richtung sie dafür Lösungsvorschläge erarbeiten sollen.“ So könnten nach Schmids Überzeugung künftige Projekte effizienter angegangen und die Verwaltung bei der Vielzahl von Vorhaben entlastet werden. Dass er bei deren Umsetzung keine parteipolitische Mehrheit hat, schreckt Schmid nicht: „Die hatten wir bisher auch nicht. Kommunalpolitik sollte ohnehin und wie vorher auch schon über die Parteigrenzen hinweg funktionieren und transparent sein.“

Gerne hätte auch Robert Wiechmann die, wie er meinte, nicht nur wegen Corona auf die Marktgemeinde zukommenden fordernden Zeiten als Bürgermeister moderiert. War der Forstbeamte bei der Bürgermeisterwahl 2014 noch auf dem vierten Platz gelandet, hat er heuer mit fast 44 Prozent ein Stichwahlergebnis erreicht, auf das er stolz ist. Und trotz aller Enttäuschung blickt der 56-Jährige positiv in die Zukunft: „Mit zwei zusätzlichen Mandaten sind wir die Gewinner der Kommunalwahl in Holzkirchen. Damit steigen die Chancen, dass sich die jeweils besten Argumente im Sinne des Gemeinwohls durchsetzen. Ein Umfeld, in dem wir Grüne unsere Stärken ausspielen können.“ Gefreut hat sich Robert Wiechmann, dass trotz der schwierigen Zeit mit Corona-Krise so viel Holzkirchner ihren Stimmzettel abgegeben haben: „Die Wähler haben ein starkes Zeichen gesetzt und unsere Demokratie mit Leben erfüllt. Danke Holzkirchen!“ hac

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