Kommunalwahl 2020

Diese vier Kandidaten wollen Bürgermeister in Holzkirchen werden

Sie wollen Bürgermeister in Holzkirchen werden: (v.l.) Christoph Schmid (CSU), Elisabeth Dasch (SPD), Robert Wiechmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Torsten Hensel (Freie Wähler).
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Sie wollen Bürgermeister in Holzkirchen werden: (v.l.) Christoph Schmid (CSU), Elisabeth Dasch (SPD), Robert Wiechmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Torsten Hensel (Freie Wähler).

Holzkirchen – Vier Kandidaten treten in Holzkirchen bei der Wahl zum Bürgermeister an: Christoph Schmid für die CSU, Elisabeth Dasch für die SPD, Robert Wiechmann für Bündnis 90/Die Grünen und Torsten Hensel für die Freien Wähler.

Amtsinhaber Olaf von Löwis will Landrat werden. Vier Kandidaten bewerben sich bei der Kommunalwahl am 15. März um das Amt des Bürgermeisters in Holzkirchen: Christoph Schmid für die CSU, Elisabeth Dasch für die SPD, Robert Wiechmann für Bündnis 90/Die Grünen und Torsten Hensel für die Freien Wähler.

CSU: Christoph Schmid

Was zeichnet Sie aus, um Bürgermeister zu werden?

In meinem Beruf und vielfältigen Ehrenämtern konnte ich Menschen motivieren, um gemeinsam Ziele zu erreichen. Freunde beschreiben mich als jemanden, der seine Aufgaben mit hoher Problemlösungskompetenz angeht und dabei jederzeit gesprächsbereit bleibt. Ich helfe gerne anderen Menschen und habe in der Kommunalpolitik meine Leidenschaft entdeckt.

Wie sehen ihre Hauptziele aus, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?

Mein Wahlkampfmotto lautet „Neue Lebensqualität für unser Holzkirchen“. Damit verbinde ich eine Vielzahl von Maßnahmen im Bereich Verkehr und der Gestaltung von öffentlichen Plätzen. Zudem liegt mir der Zusammenhalt in unserer Gemeinde sehr am Herzen.

Holzkirchen wächst immer weiter. Wo sehen Sie eine Grenze?

Wachstum ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass sich die Bürger mit der Entwicklung von Holzkirchen wohlfühlen. Mit Wachstum verbinde ich einen Zuwachs an Kinderbetreuungsangeboten, Schulen und eine noch nie dagewesene Vielfalt in kulturellen und sozialen Bereichen. Ortsentwicklung ist die große Aufgabe für die nächsten Jahre.

Wie wollen Sie das hohe Verkehrsaufkommen im Ort in den Griff bekommen?

Christoph Schmid (50, verheiratet) ist seit 2011 Gemeinderat in Holzkirchen. Der gelernte Bankkaufmann und Betriebswirt arbeitet als Firmenkundenberater. Er hat zwei Kinder.

Zur Veränderung von Mobilität gibt es drei Strategien: Vermeiden, verlagern, verbessern. Innerörtlichen motorisierten Verkehr sollte jeder so gut es geht vermeiden. Fuß- und Radwegverbindungen müssen attraktiver und sicherer gemacht werden. Durch eine Südumfahrung soll der Durchgangsverkehr aus Holzkirchen, Hartpenning und Kurzenberg ausgelagert werden.

SPD: Elisabeth Dasch

Was zeichnet Sie aus, um Bürgermeisterin zu werden?

Bereits seit 18 Jahren setze ich mich für die Belange der Holzkirchner ein – als Gemeinderätin, Fraktionssprecherin sowie Kreisrätin und seit sechs Jahren als Zweite Bürgermeisterin unserer Gemeinde. Die vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung haben mir die Gewissheit gegeben: Ich kann Bürgermeisterin und Holzkirchen kann mehr.

Wie sehen ihre Hauptziele aus, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?

Elisabeth Dasch (60, verheiratet) ist seit 18 Jahren Gemeinderätin in Holzkirchen. Die Juristin hat zwei erwachsene Kinder und ist Mitini­tiatorin von „Holzkirchen engagiert“ und des Ideen-Awards.

Ich werde für alle Generationen zügig mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen, den Marktplatz als lebenswerte Ortsmitte umgestalten, eine wirkliche Verkehrswende schaffen und verkehrsberuhigende Maßnahmen umsetzen, Ortsentwicklung klug planen und das Wachstum nachhaltig steuern, damit Holzkirchen lebenswert ist und statt Versprechungen strukturierte Lösungen anbieten.

Holzkirchen wächst immer weiter. Wo sehen Sie eine Grenze?

Es darf kein Wachstum in die Breite geben. Zusätzlichen Wohnraum müssen wir im Wege der Nachverdichtung fördern. Die Ausweitung von Gewerbegrund lehne ich ab, da dies weitere In­frastrukturmaßnahmen nach sich ziehen würde.

Wie wollen Sie das Verkehrsaufkommen im Ort in den Griff bekommen?

Ich werde konsequent die in unserem Mobilitätskonzept von einem Verkehrsexperten empfohlenen Maßnahmen umsetzen und für eine Akzeptanz bei den Bürgern zu diesen Maßnahmen werben. Denn nur gemeinsam werden wir eine Veränderung in unserem Mobilitätsverhalten erreichen.

Bündnis 90/Die Grünen: Robert Wiechmann

Was zeichnet Sie aus, um Bürgermeister zu werden?

Meine Teamfähigkeit über Par­teigrenzen hinweg sowie meine berufliche und kommunalpolitische Erfahrung. Mein Tagesgeschäft ist es, die unterschiedlichsten Menschen zu beraten, verschiedene Interessen zusammenzubringen und Entscheidungen effizient zu moderieren.

Wie sehen ihre Hauptziele aus, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?

Robert Wiechmann (56, verheiratet) sitzt in Gemeinde- und Kreisrat. Der Diplom-Forstingenieur hat zwei Kinder und ist auch Schriftführer der Bürgervereinigung gegen die Umgehungsstraße.

Ich will die Entwicklung Holzkirchens nachhaltiger gestalten. Zusammen mit Marktgemeinderat und Verwaltung will ich den Flächenverbrauch senken, neue Wohnungen durch Innenverdichtung schaffen, unser Verkehrskonzept konsequent umsetzen und alle kommunalen Bauvorhaben ökologisch, klima­freundlich und damit zukunftssicher verwirklichen.

Holzkirchen wächst immer weiter. Wo sehen Sie eine Grenze?

Die Grenze ist bereits erreicht. Weiteres Wachstum in der Fläche führt nicht zu einem Mehr an Lebensqualität für unsere Bürger. Wir müssen den Flächenverbrauch reduzieren, damit wir unsere Kulturlandschaft erhalten und auch künftige Generationen über ihre Entwicklung entscheiden können.

Wie wollen Sie das hohe Verkehrsaufkommen im Ort in den Griff bekommen?

Konsequent selbst anpacken. Nicht mehr auf andere warten. Das Integrierte Mobilitätskonzept zeigt uns über hundert große und kleine Maßnahmen, wie wir als Gemeinde den individuellen Autoverkehr reduzieren und so für bessere Mobilität sowie mehr Lebensqualität für alle sorgen können.

Freie Wähler: Torsten Hensel

Was zeichnet Sie aus, um Bürgermeister zu werden?

Ich verbinde strukturiertes Vorgehen mit dem Willen, neue Wege zu gehen. Als Sachgebietsleiter weiß ich, wie Verwaltungsabläufe effizient organisiert werden müssen, um ein Ziel zu erreichen. Es geht in der Politik um Ideen und Konzepte, aber auch um die konkrete Umsetzung und Priorisierung.

Wie sehen ihre Hauptziele aus, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?

Torsten Hensel (47, verheiratet) ist eher Politikneuling. Der Diplom-Verwaltungswirt arbeitet als Sachgebietsleiter der Standesamtsaufsicht München und ist Vater dreier Töchter.

Die Themen Verkehr und Wohnen sind zentral. Hier möchte ich eine zukunftsfähige Politik, die den Bürgern dient. Kommunalpolitik ist wie ein Räderwerk. Eine Entscheidung in einem Bereich beeinflusst alle anderen Themen. Mit Überblick und einer Vielzahl von kleinen Schritten erreiche ich am Ende das angestrebte Ziel.

Holzkirchen wächst immer weiter. Wo sehen Sie eine Grenze?

Wachstum im Sinne von wirtschaftlichem Erfolg und der Verwirklichung von Lebenszielen sehe ich positiv. Grenzen des Wachstums sind erreicht, wenn die Infrastruktur dem Tempo nicht mehr folgen kann. In Zukunft ist vor allem ein gleichmäßiges und maßvolles Wachstum nötig.

Wie wollen Sie das hohe Verkehrsaufkommen im Ort in den Griff bekommen?

Für eine Verkehrswende ist unter den aktuellen Gegebenheiten eine Südumfahrung notwendig. Ich trete hier für die wohnortferne FWG-Variante ein. Kurzfristig ist mein Ziel, den Ortsbus attraktiver zu gestalten, den Radverkehr zu fördern und den Beitritt des Landkreises zum MVV-Gebiet zu unterstützen.

Gespräche: ksl

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