Sport frei für Holzkirchen

Marktgemeinde plant sportliche Zukunft mit wissenschaftlicher Unterstützung

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Sorgenkind Hubertusstadion: Holzkirchens Sportbeauftragter Jörg Wedekind hofft auf eine befriedigende Lösung.

Holzkirchen – Mit dem Sportentwicklungsplan erhofft sich Holzkirchen wichtige Impulse. Dabei sind auch die Bewohner der Marktgemeinde gefragt.

Der Marktgemeinde sind die Bedürfnisse ihrer Sportler ein wichtiges Anliegen. Damit Holzkirchens Vereine, Freizeitsportler und Schulen gleichermaßen langfristig in die Zukunft planen können, soll in den nächsten zwölf Monaten ein Sportentwicklungsplan aufgestellt werden.

Für das Konzept, das der Gemeinderat vor gut einem Jahr beschloss, stellte nun das Stuttgarter Institut für Planung und Sportentwicklung IKPS einen groben Zeitplan vor. „Wir wollen in drei großen Schritten ein Ergebnis erarbeiten, das wir dann hoffentlich schon im November 2020 präsentieren können“, erklärt Jörg Wedekind, Holzkirchens Sportbeauftragter, die durchaus sportliche Terminplanung.

Im ersten Schritt erfassen Gemeinde und IKPS das bestehende Sport- und Bewegungsangebot. Dazu gehört auch, welche Sportplätze, Hallen und Räume zur Verfügung stehen. IKPS-Geschäftsführer Stefan Eckl erklärt dazu: „Neben der Frage nach den Örtlichkeiten schauen wir auch, welche Sportarten es überhaupt gibt – vom Einradfahren bis zum klassischen Breitensport. Wir sehen uns an, welche Unterstützung Vereine brauchen, um gut für die Zukunft aufgestellt zu sein.“ Selbst Freizeitlaufstrecken, Fitnessparcours und Spielplätze in und um Holzkirchen sollen in die Liste mit einbezogen werden.

Nach dieser Bestandsaufnahme führt die Gemeinde dann in Schritt 2 eine repräsentative Umfrage durch, an der über 4.000 Holzkirchner im Alter von zehn bis 80 Jahren teilnehmen sollen. Dabei werden die Bedürfnisse der Bürger, Sportvereine sowie Schulen und sogar der Kindertageseinrichtungen ermittelt.

Diese Umfrage ist schließlich die Grundlage für Schritt 3 – einen Bürgerworkshop, bei dem sich alle interessierten Holzkirchner einbringen können. Für Jörg Wedekind ist der straffe Zeitplan ein Schritt in die richtige Richtung. „Der strukturierte Ablauf ist die perfekte Grundlage, um nachhaltig zu gestalten“, sagt er. „Der vorgestellte Zeitplan zeigt, dass alle das Thema zügig angehen wollen. Umso wichtiger ist es, dass sich dann auch alle Holzkirchner aktiv in den Prozess mit einbringen.“

Das heißeste Eisen der gesamten Überlegungen ist sicherlich der Standort für ein neues Eisstadion. Geht es nach dem Verein „Holzkirchner Halle“, soll das über 60 Jahre alte Hubertusstadion einer Multifunktionsarena in der Alten Au weichen. Eine spektakuläre Vision, der die Idee eines Investors gegenübersteht, der dort lieber einen Wellnesstempel errichten möchte.

Welche Wünsche der Sportler am Ende tatsächlich Wahrheit werden können, wird in den nächsten Monaten erarbeitet. Die größte Hoffnung versprechen die Sportwissenschaftler von IKPS dabei selbst: Sie haben bereits Hunderte solcher Projekte erfolgreich umgesetzt – und wollen das auch für Holzkirchen. sg

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