Neue Ansprechpartner

Holzkirchen hat jetzt drei Jugendbeauftragte

Christoph Schmid mit Damiano Parziale und Felipe Güttler im Gemeinderat Holzkirchen.
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Inmitten der Marktgemeinderäte begrüßte Bürgermeister Christoph Schmid (M.) kürzlich die neuen Holzkirchner Jugendbeauftragten Damiano Parziale (l.) und Felipe Güttler (r.). Als Dritte im Bunde wurde in Abwesenheit erneut Claudia Orlando bestellt.

Holzkirchen – Die Hängepartie ist zu Ende, Holzkirchen hat wieder Jugendbeauftragte. Der Marktgemeinderat hat gleich drei bestellt.

Die Suche der Marktgemeinde nach neuen Jugendbeauftragten per Instagram und anderen Kanälen war erfolgreich. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden Claudia Orlando, die schon die vergangenen fünf Jahre in dieser Funktion tätig war, Damiano Parziale und Felipe Güttler als neue Sprachrohre der Holzkirchner Jugend bestellt.

Seit Juni dauerte die Hängepartie um die Bestellung der Jugendbeauftragten bereits an. Damals versagte eine Mehrheit des Marktgemeinderates dem seit sechs Jahren amtierenden Jugendvertreter Max Röger aus politischen Gründen das Vertrauen für eine weitere Amtsperiode. Da die Bestellung als Gesamtpakt erfolgte, wurde auch Claudia Orlando nicht berufen.

Per Instagram und anderen Formaten machte sich die Marktgemeinde daraufhin auf die Suche nach neuen Kandidaten. Nachdem einige Bewerbungen ausgewertet wurden, konnte jetzt schließlich Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) dem Marktgemeinderat ein neues Dreigestirn vorstellen. Als „Fels in der Brandung“ bezeichnete der Rathauschef dabei die 29-jährige Orlando, die sich trotz der Querelen im Juni nochmal zur Verfügung stellte.

Da die als Lehrkraft im kirchlichen Dienst tätige gebürtige Holzkirchnerin aus beruflichen Gründen nicht selbst anwesend sein konnte, übernahm Geschäftsleiter Robert Haunschild ihre Vorstellung. „Sie lässt ausrichten, dass sie sehr gerne nochmal das Sprachrohr zwischen Gemeinde und der Jugend wäre“, trug Haunschild vor und meinte noch, dass Orlando mit ihrer Erfahrung eine wichtige Stütze des neuen Jugendbeauftragten-Gremiums wäre.

Ihr zur Seite soll der 19-jährige Felipe Güttler stehen. Der Student der Volkswirtschaftslehre lebt seit 2004 in Holzkirchen und ist seit vielen Jahren bei der Wasserwacht ebenfalls in der Jugendarbeit tätig. „Holzkirchen hat zwar schon ein gutes Angebot für die Jugend, aber ich möchte mithelfen, dass es noch besser wird“, nannte Güttler als Vorsatz seines Engagements. Als Jüngster stellte sich der 15-jährige gebürtige Holzkirchner Damiano Parziale vor. „Ich möchte mich engagieren, weil ich sehe, dass das für die Jugend wichtig ist und wir Ansprechpartner brauchen“, erklärte der Schüler des hiesigen Staatlichen Gymnasiums seine Beweggründe. Einstimmig wurde das Trio schließlich bis zum 31. Juli 2026 bestellt.

Vor der Vorstellungsrunde verabschiedete Schmid noch den 19-jährigen Max Röger als Jugendbeauftragten. Als Fallstrick für seine erneute Bestellung im Juni erwies sich seine Mitgliedschaft in der JU und sein Engagement bei der Kommunalwahl. Das, so die damalige Meinung einer Mehrheit im Gemeinderat, sei für einen Jugendbeauftragten aber nicht statthaft. Dahinter soll eine Art Ehrenkodex stecken, der aber nicht schriftlich fixiert ist.

Daher beantragte Elisabeth Dasch (SPD) damals klare Kriterien für die Bestellung gemeindlicher Beauftragten niederzuschreiben. Da dies noch nicht passiert ist, erinnerte sie bei der Sitzung jetzt nochmals daran, das zu tun. Röger, der seine Handschrift nicht zuletzt in der Jugendfreizeitmeile hinterließ, trug indes seinen Abschied mit Fassung: „Ich bin glücklich, dass die Holzkirchner Jugend jetzt wieder Ansprechpartner hat.“ hac

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