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Neubau der Mittelschule in Holzkirchen wird erneut teurer

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Container als Mittelschule Holzkirchen
Während die Holzkirchner Marktgemeinderäte beim Neubau der Mittelschule aufs Gas steigen und den aktuellen, aber teureren Planungen einstimmig grünes Licht erteilen, nimmt die Containerschule als Interimslösung Gestalt an. © Hacker

Holzkirchen – Die neue Mittelschule an der Baumgartenstraße in Holzkirchen wird nochmals teurer. Das wurde nun im Marktgemeinderat bekannt.

Die aktuelle Kostenschätzung für die neue Mittelschule an der Baumgartenstraße in Holzkirchen liegt bei rund 41,2 Millionen Euro. Das wurde jüngst in der Sitzung des Marktgemeinderats bekannt. Die Steigerung von etwa 4,5 Millionen Euro zur vorherigen Kalkulation ist auch durch Planänderungen entstanden. Die höheren Kosten hielten das Gremium nicht davon ab, das wichtige Projekt fortzuführen. Ziel bleibt, die neue Schule 2025/26 in Betrieb zu nehmen.

Vorgestellt hat den aktuellen Planungsstand Ludwig Karl vom Münchner Architekturbüro „Karl­undp“. Er führte die Mehrkosten unter anderem auf zusätzliche Leistungen zurück. So wurden unter anderem aus Brandschutzgründen breitere Treppenläufe notwendig. Außerdem muss eine statt 60 nun 80 Zentimeter dicke Bodenplatte im nicht unterkellerten Bereich eingebaut werden. Zusätzliche Toiletten und Trennwände ließen die Kosten weiter steigen. Alles in allem beträgt die Kostensteigerung rund 12,5 Prozent. Das liegt laut Planer und Verwaltung durchaus im Rahmen.

Weniger Stellplätze für Fahrräder

Geringfügige Änderungen gibt es außerdem in Sachen Fahrradstellplätze. Da die Stellflächen von 40 auf 50 Zentimeter verbreitert werden, verringert sich deren ursprüngliche Zahl von 215 auf 180. Diese sollen komplett überdacht werden. Die an der Säggasse geplanten etwa 29 Fahrradstellplätze bleiben indes zunächst ohne Überdachung.

Positiv vermeldete Karl, dass die Wandhöhen des viergeschossigen Baukörpers auf 16,40 Meter reduziert werden konnten. Damit ist ein Genehmigungsverfahren nach Innenraumbebauung möglich. Die Frage von Martina Schweighofer (CSU), die selbst an der Mittelschule lehrt, ob denn der Betrieb einer Klimaanlage möglich sei, bejahte der Architekt: „Aktuell ist das nicht vorgesehen, aber vorgerüstet. Das ist also bei Bedarf kein teures Hexenwerk.“

Mehrere E-Ladesäulen eingeplant

Bei der Entwurfsplanung wurden gemäß gesetzlicher Mindestanforderung außerdem eine Elektro-Ladesäule sowie eine Vorrüstung für fünf weitere Ladestellen vorgesehen. Diese sollen von einem externen Dienstleister betrieben werden. Dazu bat Michael Wohlschläger (CSU) darum, unbedingt ein System zu nutzen, das in Holzkirchen bereits genutzte wird. „Alles andere wäre nur schwer nachvollziehbar“, legte Dirk Kreder (FDP) nach.

Anita Gritschneder (Grüne) wollte noch wissen, wie es um Erweiterungsmöglichkeiten der neuen Schule ausschaut. Das sei von der Kubatur her eher schwierig, sagte Karl. Bürgermeister Christoph Schmid wies darauf hin, dass aus diesem Grund mit 18 Klassenzimmern bereits vier mehr gebaut werden, als ursprünglich geplant.

Zeitplan abhängig von Baustoffen

Ergänzend verwies Karl darauf, dass die Klassenräume zwar für jeweils 24 Schüler geplant sind, aber auch 30 beschult werden können: „Wobei klar ist, dass das nicht im Sinne modernen Lernens ist und hoffentlich nicht notwendig wird.“

Zum Zeitplan meinte Karl, dass die Verfügbarkeit von Baustoffen momentan schwer abschätzbar ist: „Ich hoffe aber, dass sich das einpendeln wird und wir zügig in die Ausschreibung gehen können.“ Ziel ist, die Schule 2025/26 in Betrieb zu nehmen. Der Marktgemeinderäte sandten dann mit einem einstimmigen Beschluss, die Planungen wie vorgestellt fortzuführen, ein starkes Zeichen, daran festhalten zu wollen. hac

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