Feinschliff in Holzkirchen

So geht es mit den Plänen für das Wohnquartier am Ladehof weiter

Neben den bestehenden Gebäuden am Ladehof in Holzkirchen sollen auf der rund 4.700 Quadratmeter großen Brachfläche sechs Mehrfamilienwohnhäuser entstehen.
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Neben den bestehenden Gebäuden am Ladehof in Holzkirchen sollen auf der rund 4.700 Quadratmeter großen Brachfläche sechs Mehrfamilienwohnhäuser entstehen.

Holzkirchen – Feinschliff für das neue Wohnquartier zwischen Heignkamer Straße, Am Ackerrain, Flachsfeldstraße und Am Ladehof in Holzkirchen.

Im Bereich zwischen Heignkamer Straße, Am Ackerrain, Flachsfeldstraße und Am Ladehof sollen in Holzkirchen mehrere Wohnhäuser entstehen. Vor Kurzem hat sich der Marktgemeinderat in seiner Sitzung mit Einwänden befasst, die zu den Plänen von behördlicher und privater Seite eingegangen sind. Hauptsächlich machten den Nachbarn Wandhöhen von bis zu 8,80 Meter zu schaffen. Das Bauamt kam dem entgegen und reduzierte die Höhe um einen halben Meter. Diese und weitere Änderungen, die mit zwei Gegenstimmen verabschiedet wurden, machen es nötig, den Plan erneut auszulegen.

Laut dem Entwurf des Bebauungsplans sieht das städtebauliche Konzept vor, auf der als Mischgebiet ausgewiesenen, rund 4.700 Quadratmeter großen Brachfläche sechs Mehrfamilienhäuser zu errichten. Wegen der angrenzenden Bahnlinie kommt dabei dem Lärmschutz eine besondere Bedeutung zu.

Einen Beitrag dazu soll die Situierung der dreigeschossigen Gebäude leisten. Die für einzelne Baukörper ursprünglich veranschlagte Wandhöhe von 8,80 Meter war allerdings einigen Nachbarn zu viel des Guten, weil sie dadurch eine zu starke Verschattung befürchten. Das wäre zwar laut Bauamt nicht der Fall. Trotzdem setzen die Planer künftig für die Baukörper an der nordöstlichen Grundstücksgrenze eine Wandhöhe von 8,3 Meter fest.

Neu ist auch, dass diese über Normalnull und nicht wie vorher ab Erdgeschoss-Fertigfußbodenhöhe zählt. Damit wird es dem Bauherrn überlassen, ob er die niedrigere Höhe erreicht, indem er die Erdgeschoss-Fertigfußbodenhöhe absenkt oder sie über die relative Gebäudehöhe über dem Erdgeschoss reduziert.

Neben der geänderten Wandhöhe wurde der Entwurf unter anderem noch im Hinblick auf Dachneigungen und Sichtgrenzen geändert respektive ergänzt. Wohl aus der Lehre des Holzkirchner Kuhglockenstreits wurde außerdem der Hinweis aufgenommen, dass von den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und Hofstellen von Lärm-, Staub-und Geruchsemissionen auszugehen ist, die auch sonn- und feiertags sowie vor 6 und nach 22 Uhr auftreten können.

Wie Bürgermeister Christoph Schmid sagte, könne er die Bedenken aus der Bürgerschaft durchaus nachvollziehen: „Ich verstehe, dass die Bebauung die Nachbarn nicht zu Jubelstürmen hinreißt. Auch wenn es mühsam ist, den Entwurf mehrmals auszulegen, zeigt das, dass wir die Einwände sehr ernst nehmen.“ Allerdings, meinte Schmid, wäre eine gewerbliche Bebauung vermutlich ein noch größeres Übel gewesen.

Dem widersprach Hubert Müller (FWG), der bekanntlich kein Freund dieses Wohnquartiers ist: „Ich mache nicht mit, ein Mischgebiet in ein allgemeines Wohngebiet umzufunktionieren. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass so nahe an den Bahngleisen eine Gewerbeansiedlung sinnvoller und für die Nachbarn auch nicht störender wäre.“

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Sebastian Franz erinnerte indes an die Wohnraumknappheit und daran, dass der private Bauherr zugesichert habe, der Marktgemeinde Wohnungen zum Einkaufspreis abzutreten. Diese Art, Wohnraum zu beschaffen, stellt in Holzkirchen ein Novum dar.

Einzusehen ist der aktuelle Entwurf für den Bebauungsplan noch bis Mittwoch, 2. September, im Rathaus und auf der Internetseite der Marktgemeinde. hac

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